10 Fakten über Geld

Jeder kennt es, jeder nutzt es und jeder weiß: Geld regiert die Welt. Aber weißt Du beispielsweise auch, warum Geld eigentlich gar keinen eigenen Wert besitzt oder dass mancher Schein schmutziger ist als eine Bahnhofstoilette? Wir haben für Dich zehn kuriose Fakten über Geld recherchiert.

Geld hat keinen Wert

Welchen Wert haben die Scheine und Münzen in Deinem Portemonnaie? Klar, den, der darauf notiert ist. Oder doch nicht? Genau genommen haben Banknoten keinen sogenannten inneren Wert. Sie sind lediglich ein Stück buntes Papier. Ihren Wert erhalten sie erst durch unser Vertrauen darauf, dass wir die Scheine zu jedem Zeitpunkt gegen Waren tauschen können. Früher war das anders. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts galt in vielen Ländern der sogenannte Goldstandard, d. h. es durften nur Banknoten ausgegeben werden, deren nomineller Wert vollständig durch Gold oder Staatsanleihen gedeckt war. So waren Geldscheine im Grunde Optionen auf Gold.

Deutschland bunkert zweitgrößten Goldschatz

Mehr als zwei Drittel der deutschen Währungsreserven lagern in Form von Goldbarren. Etwa die Hälfte der insgesamt 3.378 Tonnen wird in den Kellern der Bundesbank in Frankfurt verwahrt, der Rest in den Schatzkammern der Notenbanken Londons und New Yorks. Schwerer ist übrigens nur die US-amerikanische Goldreserve. Sie wiegt mehr als 8.000 Tonnen.

Doch warum hält Deutschland überhaupt an diesem Schatz fest? Der Goldstandard ist längst Geschichte und doch bleibt das Edelmetall Krisenwährung Nummer Eins. Das liegt daran, dass Gold keine Zinsen abwirft. Sinkt das Zinsniveau, zieht der Goldpreis an. Je niedriger das Zinsniveau ist, desto attraktiver wird ein Goldinvestment.

Die Idee des Euros ist über 400 Jahre alt

Den Euro gibt es – zunächst als Giralgeld, seit 2002 in Form von Münzen und Scheinen – seit den 1990er-Jahren. Doch die Idee einer Einheitswährung wurde bereits im 17. Jahrhundert geboren. Damals gelangten über den Hafen Hamburgs Gewürze, Tuche und andere Waren aus Übersee nach Europa. Binnen kurzer Zeit kursierten Münzen unzähliger Währungen aus aller Welt in der Stadt. Teilweise mit höchst intransparentem Wert, da jeder nach Lust und Laune seine eigenen Münzen prägen konnte. So gab es zwar jede Menge Geld, mit dem auch gehandelt wurde, doch eigentlich wusste niemand so genau, welchen Wert eine bestimmte Münze eigentlich hatte. Um einen stabilen Geldwert zu schaffen, wurde kurzerhand die erste Girobank Deutschlands gegründet. Die Einlagen der Händler wurden in die Einheitswährung Mark Banco umgerechnet. So konnten sie fortan ihre Geschäfte bargeldlos abwickeln. Diese Idee diente viele Jahre später als Vorbild für die Europäische Währungseinheit ECU und später für den Euro.

Der 100-Euro-Schein schrumpft

Seit Mai 2019 sind auch die letzten Vertreter der Europa-Serie im Umlauf, die 100- und 200-Euro-Scheine. Neben zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen und einem überarbeiteten Design, bekommen die Noten auch eine andere Größe. Damit sie besser ins Portemonnaie passen, sind die neuen 100er und 200er etwas kleiner, nämlich genauso hoch wie der 50-Euro-Schein.

Bargeldlos leben in Schweden

Während die Deutschen noch an Schein und Münze hängen, lebt man in Schweden schon annähernd bargeldlos. Das Kreditportal Vexcash hat in einer Studie 20 Währungen betrachtet und den Wert des jeweils im Umlauf befindlichen Bargeldes ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung der zugehörigen Volkswirtschaften gesetzt. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt befinden sich in Schweden gerade einmal 1,24 Prozent Bargeld im Umlauf. Vom Brötchen bis zum Wohnmobil bezahlen die Schweden am liebsten mit der Plastikkarte. Selbst Spenden werden hier ganz ohne Bares gesammelt. Ähnlich niedrig ist die Quote übrigens bei Schwedens Nachbarn Norwegen und Dänemark. Der Euro-Raum landete in diesem Vergleich mit 10,34 Prozent nur auf Platz 14.

Je besser der Geruch desto lockerer sitzt das Portemonnaie

Warme Regentropfen auf sonnengetrocknetem Asphalt riechen nach Kindheit und der großen Freiheit, die die Sommerferien mit sich gebracht haben. Oder wenn im Herbst die Tage dunkler werden und das Wetter ungemütlicher, genügt eine Brise des säuerlich süßen Dufts einer frisch geschälten Mandarine, um Dich in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Düfte erzeugen Erinnerungen. Und genau das machen sich gewiefte Verkäufer zunutze und hüllen ihre Waren in wohliges Aroma. Denn der Mensch trifft einen Großteil seiner Kaufentscheidungen aus dem Bauch heraus. Fühlt der Kunde sich wohl, gibt er automatisch mehr Geld aus.

Keimschleuder Geldschein

Bakterien lieben Geldscheine. Im Rahmen des Dirty Money Projekts fanden Wissenschaftler der New York University etwa 3.000 verschiedene Arten von Bakterien, DNA-Spuren, Pilze und Krankheitserreger. Von Fäkalbakterien bis zur Nashorn-DNA war alles dabei. Hierzulande ist der Fünf-Euro-Schein am schmutzigsten. Je kleiner der Betrag, desto eher bezahlen wir mit Bargeld. Und so wandert der kleine Schein durch besonders viele Hände.

In Japan, wo man gemeinhin besonderen Wert auf Hygiene legt, gibt es Heißluft-Geldautomaten, die die Banknoten auf 200 Grad erhitzen und damit vor der Ausgabe von sämtlichen Keimen befreien.

Sexistische Geldautomaten?

Wer am Geldautomaten 100 Euro zieht, erhält die Noten meist in der sogenannten Hausfrauenmischung: ein Fünfziger, ein Zwanziger, zwei Zehner und zwei Fünfer. Mit Diskriminierung hat dies aber nichts zu tun. Vielmehr soll dieser Mix besonders gut zu den alltäglichen Handelsgeschäften passen.

Die D-Mark lebt

Obwohl die D-Mark 2001 mit der Einführung des Euro abgeschafft wurde, befinden sich laut Informationen der Deutschen Bundesbank derzeit noch immer DM-Scheine und -Münzen im Wert von über 12 Milliarden DM im Umlauf. Solltest auch Du beim Ausmisten auf längst vergessene Scheine stoßen, kannst Du sie in jeder Filiale der Deutschen Bundesbank zum offiziellen Kurs von 1 Euro gleich 1,95583 DM umtauschen. Ganz alte Noten aus den 1950er-Jahren solltest Du besser nicht bei der Bank eintauschen. Sie sind begehrte Sammlerobjekte und werfen mehr ab als den Nennwert.

Banknoten mit Verfallsdatum

Banknoten haben nur eine begrenzte Haltbarkeit. Euro-Noten bleiben in Deutschland zwischen einem und fünf Jahren im Umlauf ehe sie geschreddert, gepresst und verbrannt werden. Dabei gilt: Je geringer der Nennwert, desto geringer ist auch die Lebensdauer. Während Fünf- und Zehn-Euro-Scheine ca. einmal pro Jahr ausgetauscht werden müssen, sind die deutlich seltener genutzten 500-Euro-Scheine bis zu fünf Jahre im Gebrauch.

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