5 Motivationstipps für Deine Gehaltsverhandlung

Ziele setzen, hartnäckig bleiben und Nein sagen. Klingt so einfach, aber wie verankerst Du das in Deinen Gedanken? Mit den Motivationstipps von Verhandlungsexpertin Claudia Kimich geht es leichter.

Du kennst Deinen Wert, möchtest ein höheres Gehalt und nun steht Dir das Gespräch mit Deinem*Deiner Chef*in bevor. Damit es Dir gelingt, auch in der Verhandlung einen kühlen Kopf zu bewahren und Dein Vorhaben nicht aus den Augen zu verlieren, gibt es heute den fünffachen Kimichschen Tritt in den Hintern!

Claudia Kimich ist Coach für Gehaltsverhandlungen und Selbstmarketing und zeigt Dir, wie Du schlagfertig mit einer strukturierten, geradlinigen Vorgehensweise zu einem höheren Gehalt kommst.

Nein ist ein ganzer Satz!

Mache klare Ansagen ohne Erklärungen und Rechtfertigungen. Sage klar, was Du willst und noch klarer Nein zu dem, was Du nicht willst. Auch und gerade zu niedrigen Gehaltsangeboten gehört ein ‚Nein‘ dazu. Pause machen und Atmen nach dem Nein sind ebenfalls sehr hilfreich.

Tu‘ was oder heul‘ leise!

Eigenverantwortung übernehmen statt jammern ist hier die Devise. Handle gerne auch außerhalb Deiner Komfortzone: Setze Dir ein klares Ziel, bleibe hartnäckig und ziehe im Zweifel Konsequenzen. Ja, das Unternehmen zu verlassen ist möglich, zumindest solltest Du Dich ernsthaft damit beschäftigen. Wenn Du nicht bereit bist, Konsequenzen zu ziehen oder noch schlimmer, es dreimal verpasst hast, kannst Du Dir das vierte Mal verhandeln beim gleichen Menschen oder Arbeitgeber sparen. Also, was ist Dein erster Schritt zu mehr Gehalt? Argumente sammeln, Ziele festsetzen, Dir Unterstützung holen und üben, üben, üben. Gehe diesen Schritt am besten sofort!

Einatmen, ausatmen – das ist lebensverlängernd und hilft nebenbei, die Ruhe zu bewahren.

Einfach mal die Klappe halten ist eine sehr gute Verhandlungsstrategie. Eine Klientin hat mit acht Buchstaben (viermal „Nö“) 40 Prozent mehr Gehalt rausgehandelt. Es geht! Innerlich lächeln und winken, statt sich um Kopf und Kragen reden, hilft enorm. Dabei mindestens dreimal ein- und ausatmen. Eine Pause wird erst ab sieben Sekunden für unseren Verhandlungspartner unangenehm. Zähle mal bis sieben, das ist ganz schön lang! Übe diese Pausen am besten vorher.

Wenn ich das Karussell im Kopf hätt‘, würd’s mir auch schlecht werden.

„Und wenn die mich unverschämt finden?“ „Wenn die mich rausschmeißen?“ „Wenn die mich nicht mehr mögen?“ Sich selbst im Vorhinein erfüllende Prophezeiungen ausmalen, sind ganz großes Kino und meistens spielt das Kopfkino eher die Worst Case Variante ab. Kennst Du das?

Dann kommt hier die gute Nachricht dazu: Das Ganze geht auch in positiv: „Sie sind beindruckt.“ „Ich bekomme, was ich fordere.“ „Die schätzen meine Verhandlungspower.“ Stell Dir in den buntesten Farben vor, wie Deine Gehaltsverhandlung perfekt verläuft. Die Krux ist nur, dass es ohne echtes Gefühl wirkungslos ist. Wenn Du dabei ein echtes Gefühl erzeugen kannst, funktioniert es. Probiere es aus!

Spiel Dein Leben, bevor es mit Dir spielt.

Wir Frauen sind loyal. Leider werden wir dafür oft bestraft, vor allem in der Gehaltsverhandlung. Erlaube Dir im ersten Schritt strategisch zu denken. Triff Entscheidungen und handle aktiv und beherzt. Du bist die Regisseurin Deines Lebens! Schaffe Möglichkeiten und nutze sie! Durchdenke ruhig auch mal, wie Dein Leben beruflich, privat und finanziell in zwei, fünf, zehn oder gar zwanzig Jahren aussehen soll. So ist es viel leichter, die nötigen Schritte in diese Richtung zu machen. Los geht’s!

Claudia Kimich

Trainerin und Coach für Gehaltsverhandlungen und Selbstmarketing

Claudia Kimich ist Diplom-Informatikerin und arbeitet seit über 20 Jahren als freie Rednerin und Coach. Sie vermittelt mit ihrer provokativ-konstuktiven Art Tipps und Techniken zu den Themen Gehalt, Schlagfertigkeit und Selbstmarketing. Mit dem Kimichschen Tritt in den Hintern zeigt sie, dass jede*r eine Gehaltsverhandlung meistern kann, solang man zu sich und seinem Wert steht. Ihre Bücher „Verhandlungstango“ und „Um Geld verhandeln“ wurden im Beck Verlag veröffentlicht.

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