Als Mutter fürs Alter vorsorgen

Als Mutter richtig fürs Alter vorsorgen

Ganz entspannt seinen Ruhestand genießen und sich im Alter auch noch was gönnen können – das ist gerade für Frauen nicht mehr selbstverständlich. Mit einem guten Finanzierungsplan gelingt die Altersvorsorge.

Für Frauen und ganz besonders für Mütter wird das Thema Altersvorsorge immer wichtiger. Dass die gesetzliche Rente allein nicht mehr ausreichen wird, um den Lebensstandard im Alter zu halten, hören wir seit Jahren. Doch wie bildet man Rücklagen, wenn man der Familie zuliebe länger im Job pausiert, nach der Babypause nur noch in Teilzeit arbeitet und generell schlechter bezahlt wird als männliche Angestellte? Auch die Ehe ist heutzutage bei einer Scheidungsquote von knapp 40 Prozent keine zuverlässige finanzielle Absicherung mehr.

Mit diesen einfachen Tipps kannst Du Dir ein finanzielles Polster schaffen und ein wenig entspannter in die Zukunft schauen.

Tipp 1: Je früher, desto besser

Wer schon von dem ersten geregelten Einkommen regelmäßig einen kleinen Anteil zurücklegt, kann sich im Alter mehr gönnen. Es empfiehlt sich, dafür etwa fünf bis zehn Prozent des Bruttoeinkommens zu sparen. Beginnt man mit den Vorsorgemaßnahmen erst viel später, sind größere Anstrengungen nötig. Hier sollte man bis zu 20 Prozent einplanen. Diese Werte geben lediglich eine grobe Richtung vor. Wie hoch die monatliche Sparrate ausfallen sollte, hängt von mehreren Faktoren ab. Je nach Zinsniveau, angepeilter Rentenhöhe und der Lebenserwartung, können im Alter schnell mehrere Hunderttausend Euro fehlen.

Tipp 2: Keine hohen Schulden aufbauen

Eine Eigentumswohnung, das neue Auto oder die Familienplanung – manchmal kommt man gerade bei größeren und kurzfristigen Anschaffungen nicht um einen Kredit herum. Hier ist es wichtig, den Kredit so schnell wie möglich abzubauen, denn die größte Belastung für das Vermögen ist nicht der Kredit, sondern die Zinsrate.

Tipp 3: Finanzen kontrollieren

Nur wer weiß, wo das eigene Geld landet, kann auch sparen. Dafür genügt oft schon ein einfacher Blick auf die Einnahmen und Ausgaben. So findet man Stück für Stück heraus, in welchem Bereich unnötige Ausgaben anfallen. Dadurch aktiviert man kurzfristig zusätzliches Sparpotenzial, das eigentlich schon lange zur Verfügung stand. Ab dem 27. Lebensjahr sendet die Deutsche Rentenversicherung eine Renteninformation an alle Versicherten. Hier solltest Du genau überprüfen, ob alle Informationen inklusive der Kindererziehungszeiten vollständig aufgeführt sind.

Tipp 4: Ziele setzen, Zukunft planen

Erstelle einen Plan für Deine Ziele, die Du in den nächsten drei, fünf und zehn Jahren erreichen willst. Welche finanziellen Mittel benötigst Du für die nächste Reise in das Lieblingsland, die Rücklagen für die Ausbildung der Kinder oder eine Weiterbildung? So ist eine frühzeitige Zukunftsplanung möglich, ohne dass man auf seine Träume verzichten muss.

Tipp 5: Steigerung der Rente

Gerade für Mütter lohnen sich langfristige und sichere Anlageoptionen mit Steuervorteilen und Ersparnissen bei den Sozialabgaben. Eine staatlich geförderte Vorsorgeaufwendung auf freiwilliger Basis bietet beispielsweise die Riester-Rente. Hier ist die Grundzulage seit dem Jahr 2018 von 154 auf 175 Euro im Jahr angestiegen, bei einer jährlichen Einzahlung von vier Prozent des Einkommens. Beantragt man zusätzlich die Kinderzulage, erhält man für jedes Kind, das nach 2008 geboren wurde, aktuell 300 Euro Riester-Zulage. Auch der Arbeitgeber unterstützt möglicherweise die Rente durch eine betriebliche Altersvorsorge. Diese Option eignet sich besonders bei einem beständigen Arbeitsverhältnis.

Tipp 6: Private Anlageoptionen

Die private Altersvorsorge wird zunehmend wichtig, wenn man keine staatliche oder betriebliche Altersvorsorge in Anspruch nehmen möchte oder sich zusätzlich absichern will. Doch leider erschweren niedrige Zinsen und die Inflation den Vermögensaufbau. Gerade beim guten alten Sparbuch sowie bei Tagesgeld und Festgeld bekommen Sparer die Auswirkungen zu spüren. Selbst wenn die derzeitige Nullzinsphase beendet sein sollte und der Leitzins geringfügig ansteigt, bleiben Geldanlagen wie Sparbuch oder Festgeld weiterhin wenig ertragreich.

Die gute Nachricht: Es gibt einen Ausweg aus dieser Misere. Denke bei Deiner Geldanlage einfach um. Denn trotz schlechter Zinsen leben wir in einer florierenden Wirtschaft, die Gewinne erwirtschaftet und Vermögen schafft. Setze verstärkt auf Wertpapiere wie ETFs oder Fonds statt auf Zinsen. Sie erzielen ihre Renditen aus den Erfolgen der realen Wirtschaft, die zum Beispiel über Kursgewinne und Dividenden an Dich als Anlegerin weitergegeben werden. Das Gute: Um in die Geldanlage mit Wertpapieren einzusteigen, benötigst Du kein Vermögen und kein Wirtschaftsstudium.

Für kleinere Beträge kommen Anlageformen wie ETFs und Fonds infrage. Mit ihnen lassen sich die Risiken auf viele Schultern verteilten, was wiederum die Wahrscheinlichkeit reduziert, das eingesetzte Vermögen zu verlieren. Börsengehandelte Wertpapiere unterliegen nämlich Kursschwankungen, die sich sowohl positiv als auch negativ auf das eingesetzte Vermögen auswirken können.

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