Corona-Krise – was sie für Anleger*innen bedeutet

Mensch und Wirtschaft leiden unter dem Virus. Überstürztes Handeln hat sich jedoch auch in früheren Börsenkrisen selten ausgezahlt. Warum Abwarten jetzt die beste Medizin fürs Depot ist.

Die Meldungen über die weltweite Verbreitung des Corona-Virus überschlagen sich. Die Zahl der Infizierten steigt rasant. 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung werden sich wahrscheinlich anstecken, schätzt das Robert Koch Institut. Vier von fünf Infizierten stecken das Virus glücklicherweise unbeschadet weg. Für andere kann die Corona Virus Desease (Covid-19) lebensbedrohlich werden. Dies gilt insbesondere für Risikogruppen. Dazu zählen unter anderem ältere und immungeschwächte Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen. Um die Pandemie zu bremsen wurden diverse Maßnahmen ergriffen. Vom gewohnten Alltag keine Spur.

Kurseinbrüche verunsichern Anleger*innen

So wird Covid-19 nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Wirtschaft zur Belastungsprobe, wie sich an den jüngsten Kursentwicklungen an den Börsen ablesen lässt. 12,2 Prozent verlor der Dax allein am Donnerstag (12.3.2020). Einen tieferen Absturz gab es in den letzten 30 Jahren nur einmal. Vom Rekordhoch Mitte Februar ist kaum etwas übrig geblieben. Auch Dow Jones und Nikkei wurden vom Virus in die Knie gezwungen und sackten zeitweise um mehr als 10 Prozent ein. Anleger*innen suchen vermehrt Sicherheit in deutschen und amerikanischen Staatsanleihen und werfen dafür Aktien aus ihren Depots. Auch Gold- und Ölpreis verzeichnen deutliche Einbußen.

Von solchen Panikreaktionen sollten sich Anleger*innen aber keinesfalls anstecken lassen. Du hast Dich für Aktien, Fonds oder ETFs entschieden, um langfristig Vermögen aufzubauen. Halte an Deinem Anlagehorizont fest und gib den Märkten Zeit, sich zu erholen. Denn das haben sie in der Vergangenheit immer geschafft, auch wenn sie von unerwarteten Ereignissen wie der Dot-Com-Blase vor 20 Jahren oder der 2008er Finanzmarktkrise schwer gebeutelt worden waren. Leitindizes wie der Dax verzeichneten sogar einige Zeit nach einem Crash neue Höchststände. Nicht umsonst lautet eine Börsenweisheit „Nach der Baisse ist vor der Hausse“.

Mehrmals wurde der Dax in seiner über 60-jährigen Geschichte von schweren Krisen erschüttert und verlor mitunter mehr als 50 Prozent an Wert. Doch die Historie zeigt auch, dass die Wirtschaft aus jeder Krise gestärkt hervorgegangen ist.

Aktien sind Dauerläufer – je länger der Anlagehorizont, desto stabiler ist die Rendite. Bei einem Investitionszeitraum von zehn Jahren und mehr rentierte der Dax bis auf wenige Ausnahmen immer im grünen Bereich. Wer beispielsweise Ende 2009 eingestiegen ist, erzielte in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,3 Prozent. Das wird am Dax-Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts deutlich.

Kursrutsch als Willkommensgeschenk

Jetzt gilt es also einmal tief durchzuatmen, Ruhe zu bewahren und dann den Blick auf das Positive an der Krisensituation zu lenken. Denn die Crash-Preise können für Anleger*innen auch ein Willkommensgeschenk sein, um günstig einzusteigen. Vermeide aber unbedingt planlose Shoppingaktionen, nur weil die Kurse günstig stehen! Bist Du bereits wertpapiererfahren und verfolgst eine bestimmte Anlagestrategie, dann halte an ihr fest und kaufe nur Papiere, die zu Deiner Strategie passen. Möchtest Du zum ersten Mal investieren, dann informiere Dich zunächst und finde heraus, welche Anlagestrategie zu Dir passt.  Sie ist – egal zu welcher Zeit – die wichtigste Basis. Und wenn Du sowieso schon regelmäßig per Aktien- oder Fondssparplan investiert, kaufst Du jetzt automatisch zu günstigen Kursen nach.

Die Zeichen stehen gut, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommen wird. Immerhin hat die Bundesregierung bereits groß angelegte Hilfsmaßnahmen für deutsche Unternehmen vom Kleinstbetrieb bis zum Großkonzern angekündigt. Kurzarbeitergeld, Steuererleichterungen und günstige Förderdarlehen, um die Liquidität zu sichern, sollten für Beruhigung und Zuversicht sorgen.

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