Auslandsemester

Dein Polster fürs Auslandsemester

In Griechenland nach den Vorlesungen unter Palmen entspannen, in den Niederlanden die Grachten entlangschlendern oder in England abends die Atmosphäre im Pub genießen. Ein Semester im Ausland zu verbringen, ist für viele ein Traum. Doch dieser möchte auch finanziert werden. Neben Minijob und klassischem Sparen kannst Du noch auf anderem Wege flüssig werden.

Warum ein Semester im Ausland oft teurer wird als in Deutschland

Studieren in Deutschland ist im internationalen Vergleich sehr günstig. Je nachdem, welches Land Du Dir aussuchst, sieht es dort jedoch ganz anders aus: Studiengebühren sind keine Seltenheit. Dazu kommen die Lebenshaltungskosten wie Miete, Essen und Trinken, auch etwas Party und Sightseeing dürfen auch nicht fehlen. Zudem fallen ebenfalls Hin- und Rückreisekosten ins Gewicht.

Vermiete Dein WG-Zimmer unter

Die wohl einfachste Methode, eine Kostenstelle in Deutschland zu entfernen, ist Dein WG-Zimmer oder Deine Wohnung unter zu vermieten. Damit finanzierst Du Dir nicht nur Dein Zimmer im Ausland, sondern hilfst vielleicht sogar noch einem Auslands-Studenten, den es nach Deutschland zieht. Einfache Verträge findest Du online. Frage Deinen Vermieter jedoch vorher, ob er mit einem Untermieter einverstanden ist.

Auslands-BAfÖG

Egal, ob Du im Inland schon BAfÖG bekommst oder nicht – es lohnt sich, einen Antrag für Unterstützung im Ausland zu stellen. Das funktioniert an sich wie das BAfÖG im Inland: Die Zuschläge werden zu 50 Prozent als Zuschuss und zu 50 Prozent als zinsloses Darlehen gezahlt. Diese dienen für Reisekosten, Zusatzkosten der Krankenversicherung, Studiengebühren sowie höhere Lebenshaltungskosten. Wie viel Geld es gibt, hängt vom Land ab. Wichtig: Da der Antrag etwas Zeit in Anspruch nimmt, solltest Du das mindestens sechs Monate vor Abreise in Angriff nehmen.

Erasmus

Steht Deine Landeswahl noch nicht fest, dann informiere Dich bei Deiner Fakultät, welche Möglichkeiten es innerhalb des Erasmus-Programms gibt. Erasmus ist Teil des „Lifelong Learning Projects“ der EU und fördert die Zusammenarbeit europäischer Hochschulen. Teilweise sind auch außereuropäische Schulen dabei. Bis zu zwei Semester werden unterstützt, die Stipendien sind nach Ländergruppen gestaffelt. Das Geld musst Du nicht zurückzahlen. Auch hast Du während des Semesters mit Erasmus weiterhin BAföG-Anspruch. Zudem entfallen die Studiengebühren an der Partner-Universität. Bewerben kannst Du Dich über Deine Fakultät. Tipp: Manchmal sind auch interessante Plätze in anderen Fakultäten übrig, deren Fächer Dein Studium auf spannende Weise ergänzen können. Auch bei einem Praktikum kannst Du Dich für Erasmus qualifizieren.

Promos und andere Stipendien

Ein weiteres Mittel zur Finanzierung sind Begabtenförderungen und Stipendien verschiedenster Institutionen. Lass Dich von dem Begriff jedoch nicht abschrecken. Ein Beispiel ist das Promos-Stipendium, ein Stipendienprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Es wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft finanziert. Die Bewerbung und Auswahl sowie die Fristen sind dezentral organisiert, finden also an den Hochschulen statt. Alle Infos bekommst Du deshalb im International Office Deiner Hochschule. Der DAAD hat außerdem noch andere Stipendienprogramme, schau also mal auf deren Seite vorbei.

Studienkredite und Bildungsfonds

Studienkredite werden zum einen von staatlicher Seite sowie von verschiedenen Banken angeboten. Der Vorteil: Diese Finanzierung ist unabhängig von Deinen Leistungen sowie dem Einkommen Deiner Eltern. Anders als bei normalen Krediten, gibt es monatliche statt eine einmalige Auszahlung. Studienkredite zahlst Du ganz klassisch mit Verzinsung und Tilgung zurück.

Daneben gibt es noch Bildungsfonds. Diese sind rein privatwirtschaftlich. Investoren wie vermögende Familien, Stiftungen oder Privatanleger kaufen Anleihen von Studienfonds. Dieses Geld fließt dann an ausgewählte Studierende. Für diese Bildungsfonds musst Du Dich also bewerben. Als Geförderter zahlst Du später einen festen Prozentsatz Deines Einkommens an den Fonds zurück. Somit entsteht eine Rendite für Investoren.

Staatliche Finanzierungshilfe vor Ort

In vielen Ländern unterstützt der Staat alle Studierenden im Land mit einer Finanzspritze, zum Beispiel als Wohngeld. Davon profitieren auch ausländische Studierende. Deshalb lohnt es sich in jedem Fall, wenn Du bei dem International Office Deiner Auslandsuniversität mal nachfragst.

Über die Kleingeldhelden:

Sabina Kist - Kleingeldheldin
Sabina Kist
Johanna Hellmann - Kleingeldheldin
Johanna Hellmann

Sabina und Johanna bilden die Frauenpower der Kleingeldhelden. Zusammen mit ihrem Mann im Boot, Marian, schreiben sie einen wöchentlichen Newsletter rund ums Thema Geld. Ob News aus Wirtschaft und Politik, Tipps rund ums Anlegen von Kleinbeträgen und Sparen oder lustige Trends – sie geben Dir beim Einstieg in die Finanzwelt Rückendeckung.

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