Geld, Preisstabilität und Inflation

Geld spielt in unser aller Leben eine fundamentale Rolle: wir verdienen es uns in der Regel dadurch, dass wir einer Arbeit nachgehen. Mit dem verdienten Geld kaufen wir dann beispielsweise ein oder investieren es.

Wie ist Geld eigentlich zu dieser wichtigen Rolle gekommen? Woher bekommt Geld seinen Wert? Und kann sich dieser verändern?

Geld als Tauschmittel

Wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Das bedeutet, dass die Produktion von Waren und Gütern in einzelne Teilprozesse aufgeteilt und dann von verschiedenen Menschen ausgeführt wird. In dieser Form der Arbeitsteilung erfüllt Geld eine fundamentale Rolle: es dient als Tauschmittel. Gäbe es kein Geld, müsste jede*r von uns, eigene Waren und Dienstleistungen gegen andere Waren und Dienstleistungen austauschen. Das erfordert die Suche nach einem Tauschpartner*in, dessen Ware man selbst haben möchte und der/die zugleich ein Bedürfnis an der eigenen Ware oder Dienstleistung hat. Das wird irgendwann sehr kompliziert, da für jede Ware immer ein neuer Tausch durchgeführt werden müsste.

Mit Hilfe von Geld kann dieser Prozess umgangen werden, indem wir erst Waren gegen Geld (bspw. Arbeitsleistung) und dann Geld gegen Waren (bspw. Konsum) eintauschen.

Die Funktionen des Geldes

Geld als Zahlungs- bzw. Tauschmittel ist damit die erste Funktion, die es in unserer modernen Welt erfüllt. Doch es hat noch zwei weitere: zum einen ist Geld eine Recheneinheit, mit der sich der Wert von Gütern und Waren einheitlich ausdrücken lässt. Es fungiert also als Wertmaßstab. Zum anderen ist Geld ein Wertaufbewahrungsmittel. Wir können also Geld sparen, um damit zu einem späteren Zeitpunkt etwas damit zu kaufen.

Um all diese Aufgaben zu erfüllen, muss Geld vor allem eines sein: wertbeständig. Jede*r möchte sich darauf verlassen können, mit der gleichen Menge Geld morgen noch die gleiche Menge an Waren oder Dienstleistungen kaufen zu können. Die sogenannte Kaufkraft soll also konstant bleiben. Die Kaufkraft ist wiederum abhängig von den Preisen: je höher die Preise, desto niedriger die Kaufkraft. Bleiben die Preise aber stabil, so ist es auch die Kaufkraft und das Geld behält seinen Wert.

Die Wertentwicklung von Geld: Inflation & Deflation

Doch Preise schwanken, da sie immer abhängig von Angebot und Nachfrage sind. Je niedriger der Preis eines Produkts, desto höher in der Regel die Nachfrage. Das gilt ebenso umgekehrt: Je höher der Preis, desto niedriger die Nachfrage. Über diesen Preismechanismus halten sich Angebot und Nachfrage in der Waage.

Steigen nun die Preise im Allgemeinen im Zeitverlauf konstant an, spricht man von Inflation. Durch den Anstieg der Preise nimmt der Wert von Geld ab, da weniger Produkte gekauft werden können – die Kaufkraft sinkt somit. Es gibt jedoch auch einen entgegengesetzten Prozess: die Deflation. Hierbei sinkt das Preisniveau über einen längeren Zeitraum, sodass angebotene Waren und Dienstleistungen billiger werden. Das klingt erst einmal gut, jedoch tritt Deflation oft im Zuge wirtschaftlicher Depressionen oder Rezessionen auf. Die Folgen für die Gesamtwirtschaft sind dabei also enorm, da Unternehmen in diesen Phasen weniger Geld umsetzen und als Folge z.B. auch Arbeitnehmer*innen entlassen müssen. Diese können durch ihre Arbeitslosigkeit Kaufkraft verlieren. Ein steter Kreislauf.

Dass Preise nicht zu sehr steigen, aber auch nicht zu sehr fallen, ist somit nicht nur für den Werterhalt des Geldes sehr wichtig, sondern auch für die gesamte Volkswirtschaft. Daher zielen viele politische Maßnahmen darauf ab, das Preisniveau grundsätzlich stabil zu halten. In unserer Themenwoche auf Instagram werfen wir daher aktuell einen genauen Blick auf dieses Thema. Schau doch mal rein! Keine Sorge, wenn Du die Themenwoche verpasst hast: Wir speichern sie Dir in den Highlights oder auch in den IG TV’s.

Das wichtigste in Kürze:

  • Geld dient in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft als Tauschmittel
  • Die Entwicklung der Preise von Waren und Dienstleistungen hat Einfluss auf die Kaufkraft des Geldes
  • Inflation und Deflation beeinflussen den Wert des Geldes.
  • Diese können wiederum zum Teil von der Politik gesteuert werden

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