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In 9 Schritten zum ETF

Börsengehandelte Indexfonds gelten als einfach, flexibel und kostengünstig. Aber wie findest Du den passenden ETF? Diese neun Schritte helfen Dir.

Schritt 1: Entscheide Dich für eine Anlageklasse

Aktien oder Anleihen? Vielleicht auch gemischt? Bevor Du Dich auf die Suche nach dem passenden börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund, kurz: ETF) machst, musst Du Dich für eine Anlageklasse entscheiden. Dazu gehört natürlich auch, dass Du Dir vorher Gedanken über Deine Strategie machst.

Möchtest Du „alles“ – eine größere Summe, Dein Erspartes beispielsweise (ausgenommen Deines Notgroschens natürlich) – ausschließlich in Aktien investieren oder nur einen Teil? Oder teilst Du es auf? 50 Prozent Aktien, 50 Prozent Anleihen?

Schritt 2: Wähle eine Region, ein Land, eine Branche oder ein Thema

Möchtest Du weltweit investieren oder in einem Kontinent, vielleicht auch nur in einem Land? Es darf auch noch spezieller sein: Wir können auf Branchen setzen – von A wie „Alternative Energien“ bis Ö wie „Öl und Gas“. An der Börse Frankfurt sind ETFs aus mehr als 30 Branchen gelistet. Oder Du hast ein spezielles Thema im Sinn? Blockchain, Fintech, Cannabis oder Smart City – die Kreativität der ETF-Angebote kennt keine Grenzen. Was passt hier zu Deiner Strategie und wovon bist Du überzeugt?

Schritt 3: Finde den für Dich passenden Index

Es gibt nicht immer „den“ Index für Deine Wunschanlage, oft oder sogar fast immer gibt es mehrere. Und auf sehr, sehr viele gibt es ETFs, die die Entwicklung dieser Indizes abbilden. Diese Börsenbarometer musst Du aber nicht alle kennen. Suchmaschinen auf Finanzwebseiten oder der Internetseite Deines Brokers helfen Dir. Du musst dann nur schauen, welcher Index und welcher ETF Dir am besten gefällt. Hier helfen auch Vergleichsportale.

Schritt 4: Achte auf die Indexzusammensetzung

Schau bitte genau hin, was in Deinem ETF steckt und wie der Index zusammengesetzt ist. Welche Aktien bilden die größten Positionen und mit welcher Gewichtung? Welche Branchen sind stark vertreten? Mitunter wirst Du eine Überraschung erleben. Hättest Du gedacht, dass die fünf größten Technologie-Konzerne der Welt mehr als 20 Prozent des S&P 500 ausmachen? Der Index soll doch mit seinen 500 Werten den breiten amerikanischen Aktienmarkt abbilden. Aber die Tech-Giganten haben eben eine unglaubliche Marktkapitalisierung. Das muss nicht schlecht sein, aber wissen sollest Du es.

Schritt 5: Überlege, was mit den Erträgen passieren soll

Thesaurierend oder ausschüttend? Dividenden sind ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die regelmäßigen Gewinnausschüttungen der Unternehmen an ihre Aktionär:innen machen einen großen Teil unserer Rendite aus. Willst Du, dass Sie regelmäßig – je nach ETF jährlich, manchmal auch halb- oder vierteljährlich – auf Deinem Konto landen? Oder möchtest Du, dass sie automatisch reinvestiert werden? Entsprechend entscheidest Du Dich für einen ausschüttenden oder einen thesaurierenden ETF.

Tipp: Manche ETFs gibt es nur ausschüttend. Wenn Du dennoch die Gewinne reinvestieren möchtest, kannst Du dies über einmalige Investments, bzw. Nachkäufe tätigen. Es muss also kein absolutes KO-Kriterium bei Deiner Auswahl sein.

Schritt 6: Wie wird der Index abgebildet?

Für manche Anleger:innen ist das ein wichtiger Faktor: Kauft der ETF-Anbieter wirklich jede Aktie aus dem Index (voll replizierend) oder eine Auswahl (teil replizierend)? Oder kauft er „irgendwas“ und geht mit einem Partner ein Tauschgeschäft ein? Dann garantiert dieser die Indexrendite über einen „Swap“. Klingt kompliziert? Dann wähle die replizierende Variante.

Schritt 7: Die Fondswährung könnte ein Risiko sein

Viele ETFs haben als Fondswährung nicht den Euro, sondern den Dollar. Und damit gehen wir ein Währungsrisiko ein, denn der Wechselkurs Dollar/Euro schwankt. Bei diesem „Pärchen“ kannst Du das Risiko aber ignorieren, wenn Du langfristig investierst. Anders sieht es bei exotischeren Währungen aus, die stärker schwanken.

Schritt 8: Achte auf die Kosten

Jeder Euro, den Du an Kosten hast, schmälert Deine Rendite. Auch, wenn ETFs vergleichsweise günstig sind und die jährlichen laufenden Kosten (TER) selten über 0,5 Prozent liegen, sondern eher deutlich darunter, solltest Du vergleichen. Je günstiger, desto besser.

Schritt 9: Handele so günstig wie möglich

Auch Ordergebühren drücken natürlich die Rendite. Direktbanken sind günstiger als Filialbanken. Manche Broker punkten mit günstigen ETF-Sparplänen, andere mit geringen Kosten für Einmalanlagen. Auch hier solltest Du vergleichen.

Tipp: Bei comdirect gibt es zum Beispiel eine Reihe an ETFs, die 0 Euro Orderentgelt im Sparplan kosten. Schau einfach mal nach, ob hier ein ETF dabei ist, der zu Deinen Zielen und Vorstellungen passt.

Aktien, ETF-Indexfonds und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 02.06.2021; Quelle: comdirect.de

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