In fünf Schritten Aktionär*in werden

Es ist gar nicht so schwer, Aktionär*in zu werden. Vielleicht wählst Du sogar den „Tag der Aktie“ am 30. Oktober für Deine erste Order. Das würde sich vor allem lohnen, wenn Du deutsche Aktien kaufen möchtest. Nur ein wenig Vorarbeit ist nötig und schon geht es los.

Eröffne ein Depot

Wenn Du Aktien, Fonds oder börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) kaufen möchtest, brauchst Du ein Depot. In diesem Depot werden Deine Wertpapiere digital verwaltet und Du siehst jederzeit, was sie wert sind. Bei Onlinebrokern und Direktbanken wie beispielsweise comdirect (zu der die finanz-heldinnen gehören) kannst Du mit wenigen Klicks ein solches Depot eröffnen. Falls Du Kunde oder Kundin bei einer Filialbank bist, geht es natürlich auch dort.

Achte auf die Kosten

Die Kosten sind bei der Geldanlage wichtig. Onlinebroker und Direktbanken sind in der Regel günstiger als Filialbanken. Depotgebühren entfallen in der Regel, Einmalorders, also Käufe und Verkäufe von Wertpapieren sind relativ günstig und für regelmäßige Sparpläne gibt es auch gute Angebote. Informiere Dich am besten auf Vergleichsseiten im Internet – der Suchbegriff lautet „Depotvergleich“.

Wähle eine Strategie

Aktien sind auf jeden Fall eine langfristige Geldanlage, zehn oder mehr Jahre solltest Du Deinen Investments schon Zeit geben. Außerdem solltest Du das Risiko breit streuen, also auf viele Einzeltitel, Branchen und Länder setzen. Am einfachsten geht das über Fonds und ETFs. Wie groß Dein Aktieninvestment wird – auch in Relation zu anderen Anlageklassen wie Spareinlagen oder Anleihen – hängt von Deiner Risikoneigung ab.

Entscheide Dich für Deine ETFs, Fonds und Aktien

Nun musst Du konkrete ETFs, Fonds oder auch Aktien auswählen. Wenn Du Dich für eine Anlageklasse wie beispielsweise „Aktien global“ oder auch „Aktien Deutschland“ entscheidest, kannst Du über die ETF- und Fondssuchen Deines Brokers oder auf Finanzwebseiten wie onvista.de die entsprechenden Produkte aufrufen, vergleichen und Dich entscheiden. Notiere Dir am besten die Wertpapierkennnummer (WKN) oder das internationale Pendant, die ISIN. Jedem Wertpapier sind diese Nummer zugeordnet, Verwechslungen sind so ausgeschlossen.

Gibt Deine erste Order auf

Jetzt ist es nur noch ein kleiner Schritt: Du logst Dich bei Deinem Broker ein, wählst den Menüpunkt „Order“ und füllst die Maske aus: Die WKN oder ISIN, wie viele Stücke Du kaufen möchtest, wie viel Du maximal dafür zahlen möchtest und an welchem Handelsplatz Du kaufen möchtest. Das geht ganz schnell und schon hast Du Deinen ersten ETF oder Fonds, vielleicht auch eine Aktie gekauft.

Und ein Tipp noch: Nutze den „Tag der Aktie“

Die „Aktion pro Aktie“, zu der sich comdirect, Consorsbank und ING Deutschland zusammengeschlossen haben, macht sich seit Jahren für die Aktienkultur in Deutschland stark. Am „Tag der Aktie“, der in diesem Jahr erstmals mit dem Weltspartag am 30. Oktober zusammenfällt, entfallen bei den teilnehmenden Banken beim Kauf aller Dax-30-Aktien und ausgewählter ETFs über den Handelsplatz Börse Frankfurt die Ordergebühren sowie weitere zusätzliche eigene und fremde Entgelte (zum Beispiel die Courtage und das börsenplatzabhängige Entgelt) ab einem Handelsvolumen von 1.000 Euro. Der Wegfall der Gebühren ermöglicht Anleger*innen bessere Renditechancen. Falls Du also in deutsche Aktien investieren möchtest, wäre der 30. Oktober ein prima Tag dafür.

Jessica Schwarzer

Jessica Schwarzer

Journalistin und Börsenexpertin

Jessica Schwarzer ist Autorin für das finanz-heldinnen Magazin und eine der renommiertesten Finanzjournalistinnen Deutschlands. Ihre Leidenschaft für die Börse hat die gebürtige Düsseldorferin zum Beruf gemacht. Die langjährige Chefkorrespondentin und Börsenexpertin des Handelsblatts (2008 bis 2018) arbeitet heute selbstständig als Journalistin und Moderatorin. Sie hat mehrere Bücher über die Psychologie von Anlegern und Investmentstrategien geschrieben. Die deutsche Aktienkultur ist ihr eine Herzensangelegenheit, für die sie sich auch mit Vorträgen und Seminaren stark macht.
Darüber hinaus schreibt sie eine wöchentliche Kolumne bei onvista.de, einem der meistbesuchten Finanzportale in Deutschland.

Mehr interessante Artikel im Magazin: