In kleinen Schritten zu einem größeren Vermögen

Sparen, am besten Monat für Monat, ist eine feine Sache. Allerdings reicht es längst nicht mehr, das Geld auf Sparkonten zu bunkern. Jessica Schwarzer meint: Es gibt bessere Alternativen. Beispielsweise Aktien, aber auch Unternehmens- und Staatsanleihen.

Auch Kleinvieh macht Mist, haben wir als Kinder oft gehört. Sparen wurde uns als große Tugend vermittelt. Soweit so gut. Heute formulieren wir das etwas anders: Schritt für Schritt ein Vermögen aufbauen und finanziell unabhängig sein, heißt es dann. Das klingt richtig gut, nach einem tollen Plan. Aber wie lässt er sich umsetzen? Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld kannst Du getrost vergessen.

Selbst wenn Du Monat für Monat jahrelang 100 Euro zur Seite legst, ist das Ergebnis eher mau. Bei Tagesgeld-Zinsen von 0,01 Prozent werden aus 100 Euro monatlich in zehn Jahren gerade mal 12.006,10 Euro. Wenig erstrebenswert, oder? 12.000 Euro hast Du auf das Konto gelegt, 6,10 Euro gab es von der Bank dazu. Selbst wenn Du 0,5 Prozent oder gar 1,0 Prozent bekommen würdest, was derzeit eher ausgeschlossen ist, wäre das Ergebnis traurig: Bei 0,5 Prozent Zinsen werden in zehn Jahren aus Deinem Ersparten 12.306,87 Euro, bei 1,0 Prozent immerhin 12.622,65 Euro.

Aber wir haben an dieser Stelle die Inflation ignoriert. Die schwindende Kaufkraft nagt nämlich mächtig an Deinem Ersparten. Bei einer Inflation von 1,6 Prozent ist der Realzins negativ. Oje.

Wie Dein Geld sich noch vermehrt

Alternativen müssen her. Unternehmens- und Staatsanleihen beispielsweise. Auch sie sind leider keine großen Renditebringer, wenn Du auf solide Schuldner setzt. Aber Fondsmanager schaffen es, doch noch eine Rendite einzufahren. Vor allem wenn sie auf langlaufende Papiere setzten. Das zeigt die Sparplan-Statistik des Fondsverbands BVI: Rentenfonds, die auf langlaufende Euro-Anleihen setzen, haben in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt 4,3 Prozent Rendite gebracht. Wenn Du zehn Jahre lang Monat für Monat 100 Euro in einen solchen Fonds investiert hättest, wären aus 12.000 Euro stolze 14.973 Euro geworden.

Die langfristig erfolgreichste Anlageklasse sind aber Aktien. Da sieht die Bilanz dann gleich ganz anders aus. Global investierende Fonds haben eine durchschnittliche Rendite von 6,8 Prozent gebracht. Aus 12.000 Euro wurden 16.983 Euro.

Du siehst also, um langfristig Vermögen aufzubauen brauchst Du eine gewisse Rendite. Vor allem dann, wenn Du noch geringere Beträge sparst als in unserer Beispielrechnung. Aktien sind eine gute Wahl, auch wenn sie schwanken. Manchmal kommt es sogar zum Crash. Langfristig schadet das der Bilanz aber kaum. Natürlich gibt es keine Garantie, dass es in den kommenden Jahren genauso läuft wie in den vergangenen zehn. Aber: Sehr langfristige Statistiken und auch die Fondsstatistik des BVI lassen es hoffen.

Das Wichtigste in Kürze

• Regelmäßiges Sparen ist wichtig, aber lass das Geld nicht auf unverzinsten Konten liegen.

• Sparpläne auf Rentenfonds oder Aktienfonds bieten bessere Renditen.

• Investiere auf jeden Fall langfristig, lass Deinen Fondssparplan zehn oder noch mehr Jahre laufen.


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