finanz-heldinnen Börsennews

Jede Woche passieren eine Reihe an Geschehnissen, die den Verlauf von Wertpapieren beeinflussen. Um Dir einen Einstieg zu diesen Themen und einen besseren Überblick zu geben, berichten wir wöchentlich, jeweils freitags, darüber. Kurz, knackig und verständlich, sodass Du ein paar Impulse erhältst.

Hast Du Themen, die Dich besonders interessieren? Dir läuft eine Nachricht über den Weg und Du hättest gerne eine Einordnung dazu? Dann schreib uns eine Mail an finanz-heldinnen@comdirect.de und wir versuchen es in die nächste Börsennews mit aufzunehmen.

KW 03 Der MDax feiert Geburtstag und Mytheresa Premiere

Der MDax ist eine echte Erfolgsgeschichte und jetzt 25 Jahre alt geworden. Mytheresa gelingt ein starkes Börsendebüt. In den USA gibt es Quartalszahlen und bei der EZB bleibt alles wie gehabt.

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Herzlichen Glückwunsch zum 25. Geburtstag, MDax!

Er steht oft im Schatten seines großen Bruders, doch verstecken muss sich der MDax überhaupt nicht. Er bildet mit seinen 60 mittelgroßen Werten nicht nur die deutsche Wirtschaft viel besser ab und ist innovativer als der Dax, auch seine Kursentwicklung kann sich mehr als sehen lassen. Stolze 10,9 Prozent ging es in den vergangenen 25 Jahren durchschnittlich aufwärts. Gigantische 1084 Prozent insgesamt! Der Dax schaffte im selben Zeitraum „nur“ ein Plus von gut 500 Prozent. Warum das so ist? Die Unternehmen im MDax sind kleiner als die Dickschiffe im Dax, und damit auch flexibler. Sie können schneller auf Veränderungen – wirtschaftliche oder politische – reagieren. Außerdem wachsen sie stärker. Viele von ihnen zählen übrigens zu den „Hidden Champions“, auch wenn sie nicht so bekannt sich, sind sie Weltmarktführer oder führende Anbieter ihrer Branche. Es lohnt sich, sich als Anleger*in auch in der zweiten Börsenreihe umzuschauen. Natürlich gibt es auch ETFs auf den kleinen Dax-Bruder und jede Menge aktiv gemanagte Fonds, die auf die sogenannten Nebenwerte setzen.

Nichts Neues von der EZB

Börsianer*innen schauen immer gespannt auf die Notenbanken: Verändern sie den Leitzins? Was ist mit den Anleihekäufen? Bei der Europäischen Zentralbank bleibt alles, wie es ist. Die EZB fährt weiter ihren expansiven geldpolitischen Kurs mit ultraniedrigen Zinsen und hohen Anleihekäufen. So will sie die Wirtschaft in der Krise stützen. Wichtig ist vor allem die Begründung: Die Risiken für die Konjunktur sind weiter vorhanden, aber weniger stark ausgeprägt. EZB-Präsidentin Lagarde machen die neuen Lockdowns und der relativ langsame Start der Impfungen zwar durchaus Sorgen, sie sieht aber auch positive Anzeichen. Sie betonte, dass sich die Industrie „klar in der Erholungsphase“ befinde, anders als der stärker betroffene Dienstleistungssektor. Das spiegelt sich auch seit Wochen in den Börsenkursen wider.

Gelungene Börsenpremiere

Dem Münchner Online-Luxusmodehändler Mytheresa ist ein starkes Börsendebüt gelungen. An der New Yorker Wall Street schossen die Aktien am ersten Tag um 38 Prozent in die Höhe. Luxus ist eben gefragt, auch an der Börse. Das Geld aus dem Börsengang – auch Emissionserlös genannt – soll in die Schuldentilgung und in das Wachstum fließen.

Robuste Quartalszahlen an der Wall Street

In den USA legen die Unternehmen seit einigen Tagen ihre Quartalszahlen vor, und die fallen ziemlich gut aus. Vor allem Banken wie Goldmann, JP Morgan und Citigroup scheinen die Krise abgehakt zu haben – den starken Investmentbanken (und steigenden Börsenkursen) sei Dank. Andere Branchen leiden weiter. Grundsätzlich läuft es aber wieder besser: Mehr als 90 Prozent der Unternehmen haben bisher sogar bessere Zahlen vorgelegt als erwartet. Das liegt allerdings auch daran, dass die Erwartungen extrem niedrig waren und damit leicht zu schlagen. Spannend wird es in den kommenden Tagen und Wochen, wenn die großen Tech-Konzerne ihre Bücher öffnen. Bei denen lief es bereits in den vergangenen Quartalen richtig gut. Ob sie ihre sensationellen Zahlen aus dem zweiten und dritten Quartal übertreffen können? Chiphersteller Intel hat bereits stark vorgelegt. Wir bleiben dran.

KW 02 Heftige Kursbewegungen

Die Tesla-Aktie steigt und steigt, doch wie gesund ist das noch? Luxus-Konzerne trotzen der Krise, auch an der Börse. Und der Bitcoin macht eine Achterbahnfahrt.

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Gefährliche Rally bei Tesla?

Wenn Du Tesla-Aktien im Depot hast, kommst Du aus dem Grinsen wahrscheinlich gar nicht mehr heraus: mehr als 700 Prozent Plus im vergangenen Jahr. Seit Jahresbeginn ging es schon wieder um 25 Prozent aufwärts. Begleitet wird diese Rally allerdings immer wieder von Warnungen, die Aktie sei überbewertet. Je weiter die Aktie steigt, desto lauter werden diese. Kein Wunder, Tesla ist mehr wert als Toyota, Volkswagen, Nio, BYD, Daimler, General Motors, BMW, GWM und Honda zusammen. Ist das noch gesund? Zumal Tesla nicht mit sensationellen Autoabsätzen, sondern mit verkauften CO2-Zertifikaten schwarze Zahlen schreibt.

Natürlich kann die gigantische Rally der Tesla-Aktie weitergehen, denn Gewinneraktien ziehen oft neue Investor*innen an. Aber es schadet sicher auch nicht, über Gewinnmitnahmen nachzudenken. Denn das werden auch andere Investor*innen früher oder später tun. Und dann kommt der Kurs zurück – stärker oder weniger stark. Du musst ja nicht gleich alles verkaufen.

Luxusaktien trotzen der Krise

„Luxus geht immer“, dieser Satz ist zugegebenermaßen etwas platt. Gerade unter Börsianer*innen  ist er aber immer wieder zu hören. Und mit Blick auf die Aktienkurse der großen Luxusgüterhersteller scheint er auch zu stimmen: Die Aktien von Hermès, LVMH & Co. laufen seit Jahren wie verrückt und haben auch der Krise getrotzt. Das Jahr 2020 habe sogar mit Allzeithochs abgeschlossen. Zwar ist auch in dieser Branche der Umsatz 2020 eingebrochen, aber weniger stark als erwartet. Das liegt auch am starken China-Geschäft – übrigens die einzige große Volkswirtschaft, in der die Wirtschaft auch im Krisenjahr gewachsen ist. Analyst*innen loben die Widerstandsfähigkeit der Branche.

Natürlich schwanken auch Luxusaktien, und auch sie sind im Corona-Crash abgestürzt. Sie haben sich aber sehr schnell erholt. Auch wenn sie recht stabil durch die Krise gekommen sind und die Erfolgsgeschichte seit Jahren stimmt, sollten Luxusaktien aber immer nur Beimischung im Depot sein. In den kommenden Tagen wird die Auswahl übrigens noch mal größer: Denn der Münchner Online-Luxusmodehändler Mytheresa geht an die Wall Street. Mal abwarten, wie sich die Aktie entwickelt.

Achterbahnfahrt beim Bitcoin

Dass der Bitcoin nichts für Anleger*innen mit schwachen Nerven ist, haben wir an dieser Stelle schon öfter betont. Verbunden mit der Warnung, dass mit der Kryptowährung mitunter ganz schön gezockt wird. In den vergangenen Tagen hat der Bitcoin eine wahre Achterbahnfahrt gemacht. Anfang des Jahres stand der Kurs noch bei knapp unter 29.000 Dollar, dann ging es auf ein neues Rekordhoch von fast 42.000 Euro, gefolgt von einem herben Rücksetzer von stolzen 25 Prozent. Mittlerweile nimmt die bekannteste Kryptowährung wieder Kurs auf die Marke von 40.000 Euro. Scheinbar sehen viele Anleger*innen solche Rücksetzer als Einstiegschance und trauen dem Bitcoin noch jede Menge zu. Neue Kurskapriolen in beide Richtungen dürften aber auch künftig sehr wahrscheinlich sein.

KW 01 Die Bullen sind los

Der Dax hat erstmals die Marke von 14.000 Punkten geknackt und auch an der Wall Street wird ein Rekord nach dem anderen gefeiert. Die Bullen – Symbol für steigende Kurse – sind los. Sogar die Aktie von Pleite-Unternehmen Wirecard legt eine Rally aufs Parkett, genauso wie übrigens der Bitcoin

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Rekordjagd an der Börse

Auf die Jahresendrally folgt die Jahresauftaktrally – sehr zur Freude der Börsianer*innen geht es in den ersten Handelstagen des neuen Jahres weiter aufwärts. Der Dax hat am Donnerstag sogar erstmals in seiner Geschichte die Marke von 14.000 Punkten geknackt, rutschte dann allerdings schnell wieder darunter. An der Wall Street heizten neue Konjunkturhoffnungen die Rekordjagd weiter an. Sowohl diesseits und jenseits des Atlantiks geht auch der Favoritenwechsel weiter: Raus aus den Corona-Gewinneraktien, rein in jene, die von einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft stärker profitieren sollten. Solche Favoritenwechsel gibt es immer mal wieder an der Börse. Wenn Du breit gestreut und langfristig investiert bist – am besten über Fonds und ETFs – kannst Du diese aber ignorieren. Dann übernehmen die Profis für Dich, indem sie die Fondsportfolios entsprechend anpassen. Und mit Indexinvestments, also ETFs, bist Du sowieso überall dabei.

Tumulte in Washington lassen Wall Street kalt

Chaoten stürmen das Capitol in Washington und an der New Yorker Börse steigen die Kurse – eiskalte Finanzwelt? Während die Welt entsetzt die Ausschreitungen in der US-Hauptstadt kommentiert, scheinen Börsianer*innen unbeeindruckt zu sein. Das stimmt so natürlich nicht, auch an der Wall Street waren die ausrastenden Trump-Anhänger das dominierende Thema, aber wirtschaftlich und damit für die Aktienkurse, haben die Tumulte eben praktisch keine Auswirkungen. Der Markt setzt stattdessen auf größere Konjunkturstimuli unter dem künftigen Präsidenten Joe Biden, zumal dieser nun über Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verfügt. Aber auch einige Konjunkturdaten fielen besser aus als erwartet. Das treibt die Kurse.

Bitcoin-Rally ohne Ende

Auch die älteste und wichtigste Cyber-Devise setzt ihren Höhenflug fort. Der Bitcoin hat erstmals die Schwelle von 40.000 Dollar übersprungen. Dabei hatte er doch vor gerade erst einmal drei Wochen die 20.000er-Marke durchbrochen und seinen Kurs binnen drei Monaten fast vervierfacht. Das sind extreme Kursausschläge. Analyst*innen attestieren Anleger*innen ein „Krypto-Fieber“ und nicht wenige glauben, dass die Rally gerade erst begonnen hat. Andere ziehen allerdings Vergleiche zum Roulette. Mehr als eine Beimischung sollte die Cyber-Währung auf keinen Fall sein. Sie ist und bleibt hoch spekulativ.

Die verrückten Kurskapriolen bei Wirecard

Mit kaum einer Aktie wird derzeit wohl so gezockt wie mit der von Wirecard. Um 460 Prozent legte das Papier binnen weniger Tage zu, um dann wieder abzustürzen. Wie das kommt? In den sozialen Medien und in Börsenforen werden munter Gerüchte verbreitet, die den Kurs mal in die eine und mal in die andere Richtung treiben. Anleger*innen sollten aber nicht vergessen: Der Zahlungsdienstleister ist pleite und eine wirtschaftliche Perspektive gibt es laut Insolvenzverwalter Michael Jaffé nicht mehr. Hier wird einfach nur gezockt.

KW 51 Chancen und Risiken

Das Jahr 2020 war ein außergewöhnliches – auch an der Börse. Welche Chancen und Risiken erwarten uns 2021?

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Ein außergewöhnliches Jahr 2020

Was für ein Jahr! Die Corona-Krise hat die Gesellschaft, die Weltwirtschaft und auch die Finanzmärkte hart getroffen. Wir haben im Frühjahr den heftigsten und schnellsten Crash der Börsengeschichte erlebt, allein der Dax rauschte binnen weniger Wochen 40 Prozent in den Keller. Weltweit sah es kaum anders aus. Die Märkte haben sich aber längst von Corona-Crash erholt. An der New Yorker Wall Street markierten die großen Indizes wie S&P 500, Dow Jones und Nasdaq sogar einen Rekord nach dem anderen. Und das, obwohl die Weltwirtschaft noch immer unter der Pandemie ächzt. Aber an der Börse wird die Zukunft gehandelt, und die sieht gar nicht so schlecht aus. Es waren vor allem die „Stay-at-Home“-Aktie, also alles, was uns das Leben im Lockdown angenehmer macht, die zu den Krisengewinnern zählten, allen voran die Technologieaktien. Sie zogen die Märkte an. Der Blick auf die großen Indizes und die Krisengewinner dies- und jenseits des Atlantiks kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es vielen Branchen noch immer sehr, sehr schlecht geht – auch an der Börse. Vor allem die Aktien von Airlines, Freizeit- und Touristikunternehmen notieren noch immer tief im Minus, auch Industriekonzerne, manche Autobauer und Banken haben die Krise noch nicht überstanden. Der Corona-Crash hat tiefe Spuren in vielen Depots hinterlassen, zumindest zwischenzeitlich. Freuen können sich ETF-Anleger*innen und hoffentlich auch die Besitzer*innen vieler Fonds – sie haben keine Verluste mehr. Wer auf Einzelaktien gesetzt hat, brauchte 2020 Nerven wie Drahtseile. Wer auf Technologie gesetzt hat, dürfte im Plus liegen. Wer aber die Krisenverlierer im Depot hat, braucht noch Geduld.

Ein hoffentlich chancenreiches 2021

Natürlich ist die Corona-Krise längst nicht ausgestanden. Die Infektionszahlen weltweit sind zuletzt extrem gestiegen, viele Länder haben neue Lockdowns verhängt. Trotzdem sind die Aussichten für 2021 gar nicht so schlecht. Die meisten Experten rechnen mit einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft, auch wenn das neuerliche Runterfahren der Wirtschaft ein bisschen Wachstum kosten dürfte. Befeuert wird diese Hoffnung durch die Impfstoffe gegen das Corona-Virus. Natürlich wird es dauern, bis wirklich viele Menschen geimpft sind. Und sicherlich werden neue Hiobsbotschaften von steigenden Infektionszahlen die Kurse immer wieder stärker schwanken lassen. Trotzdem sollte es auf Jahressicht an der Börse doch aufwärts gehen. Ein wichtiges Signal für die Märkte ist, dass die Geld- und Fiskalpolitik auch weiter die Wirtschaft stützen wird. Rücksetzer können wir als prima zum Einstieg nutzen oder uns freuen, dass wir über unsere Sparpläne billiger kaufen. Überhaupt sollten wir viel langfristiger denken und investieren. Ein Jahr ist kein guter Anlagehorizont für Aktien, besser sind zehn oder mehr Jahre.

Schöne Feiertage und ein „To do“ für ruhige Tage

Wir verabschieden uns in eine kurze Weihnachtspause. Es werden sehr ruhige Tage, ruhiger als in früheren Jahren. Aber diese Ruhe können wir auch nutzen und uns um unsere Finanzen kümmern. In meinem Kalender steht seit Jahren für die Tage nach Weihnachten das Wort „Rebalancing“. Ich nehme mir mein Depot vor, schaue, wie sich die einzelnen ETFs entwickelt habe und bringe alles wieder in die gewünschte Gewichtung. Für mich ist das fast schon ein besinnliches „To Do“. Apropos: Dir und Deinen Lieben besinnliche Feiertage, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Bleib gesund!

Die Börsennews gibt es dann am 8. Januar wieder.

KW 50 Rekordgewinne und Rekordverluste

Airbnb gelingt ein sensationeller Start an der Börse, TUI legt grauenvolle Zahlen vor und die EZB ist im Kaufrausch. Es war mal wieder eine Woche der Superlative an der Börse.

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Rekorde an den Aktienmärkten

Es war der stärkste November seiner Geschichte, den der amerikanische S&P 500 aufs Parkett der Wall Street gelegt hat – neue Allzeithochs inklusive. Noch viel besser lief es aber an vielen der in den vergangenen Monaten noch zurückgebliebenen europäischen Börsen. In Frankreich, Italien, Spanien und Österreich legten die Leitindizes um mehr als 20 Prozent zu. Auch das ist eine historische Rally. Allerdings ändert das nichts daran, dass die meisten europäischen Aktienmärkte auf Jahressicht noch immer im Minus liegen. Auch der Dax kommt gerade mal an die Nulllinie heran. Zum Vergleich: Der S&P 500 liegt gut 13 Prozent im Plus. Die Krise hinter sich gelassen hat übrigens auch der chinesische Aktienmarkt, der noch stärker dasteht. Kein Wunder, China ist eines der wenigen Länder, die dieses Jahr ein positives Wirtschaftswachstum schaffen werden. Diese November- und auch Jahresbilanz zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, überall auf der Welt zu investieren und sich nicht nur auf einige Ländern oder gar die Heimat zu konzentrieren. Es läuft nicht immer überall gleich gut. Deshalb solltest Du Dein Risiko eben nicht nur über viele Einzelaktien und Branchen streuen, sondern auch über viele Länder und Regionen. Mit global investierenden ETFs und Fonds geht das ganz einfach.

Aufholjagd bei den Krisenverlierern

Nicht nur die zurückgebliebenen Börsen holen auf, sondern auch die Branchen, die in der Krise am meisten gelitten haben. Mit jeder Nachricht zu einem neuen, potenziellen Impfstoff-Kandidaten wächst die Hoffnung auf eine weitere wirtschaftliche Erholung. Und davon sollten dann vor allem die Unternehmen profitieren, die die Krise besonders hart getroffen hat. Weil an der Börse die Zukunft gehandelt wird, haben sich viele Investoren bereits jetzt entsprechend positioniert und die Verliereraktien eingesammelt. Und deshalb waren es im November vor allem Energie, zyklischer Konsum und Finanzen, die die Rally an den Märkten angeführt haben. Basiskonsum, Gesundheit und Technologie – die Gewinner der vergangenen Monate – haben zwar auch zugelegt, aber längst nicht so stark wie andere Branchen. Expert*innen sprechen schon von einem Favoritenwechsel. Wenn Du in Fonds oder ETFs investiert, brauchst Du Dich darum zum Glück nicht zu kümmern. Entweder übernimmt das Fondsmanagement die Arbeit für Dich oder die neuen Favoriten stecken sowieso in den Indizes, auf die Du via ETF setzt.

VL-Sparen lohnt sich richtig

Bekommst Du vermögenswirksame Leistungen (VL)? Das ist ein Geschenk vom Chef, dass Du zum Vermögensaufbau anlegen kannst und musst. Das können bis zu 40 Euro pro Monat sein. Ob Du sie bekommst oder nicht, steht im Tarifvertrag oder in Deinem Arbeitsvertrag, manche Chefs zahlen nämlich auch freiwillig. 20 Millionen Bundesbürger*innen haben Anspruch auf dieses Geschenk, allerdings nutzen sieben Millionen es nicht, wie der Fondsverband BVI gerade wieder festgestellt hat. Ob es daran liegt, dass wir uns aktiv darum kümmern müssen? Das Geld fließt nämlich nicht automatisch. Fakt ist, es würde sich wirklich lohnen, die VL renditestark in Aktienfonds anzulegen. Sieben Jahre läuft so ein Sparvertrag und würde eine jährliche Rendite von durchschnittlich 7,5 Prozent bringen, heißt es beim BVI. Inklusive Sparzulage vom Staat sind es sogar 10,4 Prozent. Es lohnt sich also, sich darum zu kümmern. Übrigens kannst Du auch von renditeschwachen Sparvarianten in VL-Fonds wechseln.

KW 49 Ein November der Superlative

Dicke Gewinne an den weltweiten Aktienmärkten und eine kräftige Aufholjagd der Krisenverlierer – an der Börse lief es im November richtig gut. Richtig gut könnten wir auch unsere vermögenswirksamen Leistungen investieren, leider tun das noch immer zu wenige.

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Rekorde an den Aktienmärkten

Es war der stärkste November seiner Geschichte, den der amerikanische S&P 500 aufs Parkett der Wall Street gelegt hat – neue Allzeithochs inklusive. Noch viel besser lief es aber an vielen der in den vergangenen Monaten noch zurückgebliebenen europäischen Börsen. In Frankreich, Italien, Spanien und Österreich legten die Leitindizes um mehr als 20 Prozent zu. Auch das ist eine historische Rally. Allerdings ändert das nichts daran, dass die meisten europäischen Aktienmärkte auf Jahressicht noch immer im Minus liegen. Auch der Dax kommt gerade mal an die Nulllinie heran. Zum Vergleich: Der S&P 500 liegt gut 13 Prozent im Plus. Die Krise hinter sich gelassen hat übrigens auch der chinesische Aktienmarkt, der noch stärker dasteht. Kein Wunder, China ist eines der wenigen Länder, die dieses Jahr ein positives Wirtschaftswachstum schaffen werden. Diese November- und auch Jahresbilanz zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, überall auf der Welt zu investieren und sich nicht nur auf einige Ländern oder gar die Heimat zu konzentrieren. Es läuft nicht immer überall gleich gut. Deshalb solltest Du Dein Risiko eben nicht nur über viele Einzelaktien und Branchen streuen, sondern auch über viele Länder und Regionen. Mit global investierenden ETFs und Fonds geht das ganz einfach.

Aufholjagd bei den Krisenverlierern

Nicht nur die zurückgebliebenen Börsen holen auf, sondern auch die Branchen, die in der Krise am meisten gelitten haben. Mit jeder Nachricht zu einem neuen, potenziellen Impfstoff-Kandidaten wächst die Hoffnung auf eine weitere wirtschaftliche Erholung. Und davon sollten dann vor allem die Unternehmen profitieren, die die Krise besonders hart getroffen hat. Weil an der Börse die Zukunft gehandelt wird, haben sich viele Investoren bereits jetzt entsprechend positioniert und die Verliereraktien eingesammelt. Und deshalb waren es im November vor allem Energie, zyklischer Konsum und Finanzen, die die Rally an den Märkten angeführt haben. Basiskonsum, Gesundheit und Technologie – die Gewinner der vergangenen Monate – haben zwar auch zugelegt, aber längst nicht so stark wie andere Branchen. Expert*innen sprechen schon von einem Favoritenwechsel. Wenn Du in Fonds oder ETFs investiert, brauchst Du Dich darum zum Glück nicht zu kümmern. Entweder übernimmt das Fondsmanagement die Arbeit für Dich oder die neuen Favoriten stecken sowieso in den Indizes, auf die Du via ETF setzt.

VL-Sparen lohnt sich richtig

Bekommst Du vermögenswirksame Leistungen (VL)? Das ist ein Geschenk vom Chef, dass Du zum Vermögensaufbau anlegen kannst und musst. Das können bis zu 40 Euro pro Monat sein. Ob Du sie bekommst oder nicht, steht im Tarifvertrag oder in Deinem Arbeitsvertrag, manche Chefs zahlen nämlich auch freiwillig. 20 Millionen Bundesbürger*innen haben Anspruch auf dieses Geschenk, allerdings nutzen sieben Millionen es nicht, wie der Fondsverband BVI gerade wieder festgestellt hat. Ob es daran liegt, dass wir uns aktiv darum kümmern müssen? Das Geld fließt nämlich nicht automatisch. Fakt ist, es würde sich wirklich lohnen, die VL renditestark in Aktienfonds anzulegen. Sieben Jahre läuft so ein Sparvertrag und würde eine jährliche Rendite von durchschnittlich 7,5 Prozent bringen, heißt es beim BVI. Inklusive Sparzulage vom Staat sind es sogar 10,4 Prozent. Es lohnt sich also, sich darum zu kümmern. Übrigens kannst Du auch von renditeschwachen Sparvarianten in VL-Fonds wechseln.

KW 48 Reformen, Rekorde, Rücksetzer

Endlich wissen wir, wie der Dax ab Herbst 2021 aussieht – zumindest so in etwa. An der Wall Street fallen mal wieder die Rekorde. Und eine besonders beliebte Anlageklasse glänzt nicht mehr so strahlend.

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Der „Dax 40“ kommt

Jetzt ist es also offiziell: Der Dax, Deutschlands wichtigstes Börsenbarometer, wird ab September statt bisher 30 immerhin 40 Mitglieder haben. Gleichzeitig wird dadurch der Nebenwerteindex MDax von 60 auf 50 Mitglieder verkleinert. Dem SDax für die kleineren Unternehmen gehören dann 70 Unternehmen an. Gute Chancen auf einen Aufstieg in die erste Börsenliga haben die Chemieunternehmen Symrise und Brenntag, die Medizintechnik-Hersteller Sartorius und Qiagen und die Immobilienkonzerne LEG Immobilien und Aroundtown. Zugegeben, moderner wird der Dax dadurch nicht. Diese Firmen stehen nicht gerade für die New Economy. Aber mit Zalando, Scout24 und Teamviewer sind immerhin auch drei IT-Firmen heiße Kandidaten für den Dax. Wenn Du in Dax- oder MDax-ETFs investierst, werden die Änderungen im Herbst 2021 automatisch vollzogen. Auch die Manager von Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland werden diese Neuerungen sicher berücksichtigen.

Schon ab Dezember müssen übrigens alle künftigen Dax-Kandidaten vor Aufnahme einen operativen Gewinn in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen. Das soll die Qualität des Index verbessern. Delivery Hero hätte es unter diesen Voraussetzungen übrigens nicht in den Dax geschafft. Ab März 2021 können Firmen zudem nach einer 30-tägigen Warnfrist aus dem Index fliegen, wenn sie ihre Zahlen nicht fristgerecht veröffentlichen. Das ist eine Konsequenz aus der Wirecard-Pleite. Der Dax wird also größer, ein bisschen moderner und die Qualität der Unternehmen soll in den Fokus rücken.

Party an der Wallstreet

Der altehrwürdige Dow Jones hat es diese Woche erstmals über die Marke von 30.000 Punkten geschafft. Dass ausgerechnet dieser Index eine spektakuläre Rekordmarke erreicht hat zeigt, dass die Börsenrally sich verändert. Denn der Dow ist weniger technologielastig als beispielsweise der S&P 500. Der Dow enthält zwar auch einige Tech-Aktien wie Apple und Microsoft, steht aber mit Werten wie Boeing, Caterpillar, Chevron, Goldman Sachs oder Walmart doch eher für traditionsreiche Konzerne. Die Rally wird also breiter, erfasst immer mehr Branchen. Es sind nicht mehr nur die großen Tech-Werte, die zulegen. Auch konjunktursensible Aktien aus den Bereichen Tourismus, Konsum und Industrie steigen nun. Die Entspannung an den Märkten ist vor allem von den Meldungen über neue Impfstoffe und der Hoffnung auf eine weitere wirtschaftliche Erholung getrieben. Sie steht aber in krassem Gegensatz zu weiter steigenden Infektions- und Todeszahlen. Aber die Börse schaut nun mal nach vorn. Und die Zukunft sieht längst nicht mehr so düster aus – den Impfstoffen sei Dank.

Gold verliert an Glanz

Mit der Hoffnung auf die weitere wirtschaftliche Erholung verliert Gold an Glanz. Der sichere Hafen ist scheinbar immer weniger gefragt. Von seinem Allzeithoch im August ist das gelbe Edelmetall mittlerweile mehr als zehn Prozent abgerutscht. Notierte der Goldpreis damals noch bei rund 2063 Dollar pro Unze – der Goldpreis wird in Dollar gehandelt -, kämpft er mittlerweile mit der Marke von 1800 Dollar. Ziemlich heftig hat der Goldpreis auf Nachrichten rund um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs reagiert. An einzelnen Tagen verlor er bis zu fünf Prozent. Expert*innen prognostizieren in ihren Jahresausblicken, dass sich der Goldpreis in den kommenden Monaten eher seitwärts entwickelt. Denn die Corona-Krise dürfte sich entspannen, die Weltwirtschaft dürfte sich erholen und unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden dürften die politischen Unsicherheiten abnehmen. 2020 war ein Goldjahr, aktuell liegt der Preis für das Edelmetall gut 20 Prozent im Plus. 2021 dürfte es ruhiger um diese Anlageklasse werden. Trotzdem bleibt Gold natürlich ein „sicherer Hafen“, eine Versicherung für turbulente Zeiten und eine mögliche Beimischung im Depot. Große Kursgewinne sind aber erstmal nicht zu erwarten, glaubt man den Expert*innen.

KW 47 Hoffnungsvoller Blick in die Zukunft

Hohe Infektionszahlen, aber Hoffnung auf baldige Impfungen gegen das Virus – die Börse hakt die Corona-Krise mehr und mehr ab, ein Favoritenwechsel inklusive. Und dann sind da noch Airbnb und Tesla: Die Reiseplattform geht mitten in der Krise an die Börse und der eAutobauer hat es doch noch in den S&P 500 geschafft.

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Die Börse hakt die Corona-Krise fast ab

Als wäre nichts gewesen: Der Dax notiert wieder nahe seines Stands vom Jahresanfang, der amerikanische S&P 500 liegt sogar mehr als zehn Prozent im Plus. Und das, obwohl die Wirtschaft noch immer in der Corona-Krise steckt und die Infektionszahlen extrem hoch sind. Aber an der Börse wird die Zukunft gehandelt, und die sieht gar nicht so schlecht aus. Im Gegenteil. Zwei heiße Impfstoff-Kandidaten gibt es mittlerweile, weitere dürften folgen. Vielleicht wird schon ab Dezember, auf jeden Fall aber ab Anfang des neuen Jahres geimpft. Das sind gute Nachrichten für die Wirtschaft und natürlich auch für die Börse. Vielleicht erleben wir sogar eine Jahresendrally. Das wäre doch sehr schön nach diesem turbulenten Börsenjahr. Der Blick auf Deinen Depotauszug sollte schon jetzt versöhnlich sein. Wenn Du die Nerven im Crash nicht verloren hast und Deine Aktien, Fonds und ETFs nicht verkauft hast oder vielleicht sogar beherzt nachgekauft hast, dürftest Du wieder im Plus sein oder nur Mini-Verluste zu verbuchen haben.

Favoritenwechsel in den Depots

Von der Erholung der Wirtschaft werden auch die Branchen profitieren, die in der Krise besonders gebeutet wurden. Das sind die sogenannten Zykliker. Dazu zählen Airlines, Flughäfen, überhaupt die Reisebranche, der Automobilsektor aber auch die Konsumbranche. Börsianer*innen positionieren sich bereits jetzt für diese Erholung. Und deshalb steigen mit jeder neuen Impfstoff-Meldung die entsprechenden Aktien, während die Papiere der Gewinnerbranchen sich kaum bewegen oder leicht verlieren. Sektorrotation nennen die Profis das. Auch an der Börse heißt es eben manchmal: Die Letzten werden die Ersten sein, und anders herum.

Airbnb geht an die Börse

Apropos Zykliker: Aribnb steht kurz vor dem Börsengang und der dürfte gigantisch werden. Die Pandemie hat die Reiseplattform hart getroffen und Investoren sehen lieber Wachstumsgeschichten. Im Fall von Airbnb müssen sie deshalb auf die Zeit nach der Krise setzen, denn aktuell laufen die Geschäfte schleppend. Die Zimmervermittlungs-Plattform konnte im dritten Quartal zwar wieder einen Gewinn verzeichnen, die Aussichten für das Unternehmen sind trotzdem schwer einzuschätzen. Ob Airbnb der größte Börsengang des Jahres gelingt, hängt davon ab, ob Investor*innen der Erholung des Mega-Start-ups schon trauen. Geplant ist der Börsengang übrigens für den Dezember. Details folgen.

Tesla hat es doch noch geschafft

Das Unternehmen von Elon Musk wird ab 21. Dezember Teil des wichtigen S&P 500, der Index für den breiten amerikanischen Aktienindex. Mit einer Marktkapitalisierung, also einem Börsenwert von mehr als 400 Milliarden Dollar ist der eAuto-Pioneer das größte Unternehmen, das jemals in den Index aufgenommen wurde. Die Nachricht über die Aufnahme zündete eine neue Kursrally. Klar, viele Fondsmanager orientieren sich am S&P 500 und müssen die Aktie nun kaufen – das treibt den Kurs. Über Teslas Aufnahme in den S&P 500 war bereits vor Monaten diskutiert worden, bei der letzten Anpassung hatten sich die Indexbetreiber noch dagegen entschieden. Zur Aufnahme im Dezember wird Tesla voraussichtlich ein ganzes Kalenderjahr lang profitabel gewesen sein und hat damit eine wichtige Voraussetzung erfüllt.

KW 46 Die Börse im Rausch

Joe Biden ist der nächste US-Präsident, wird aber nicht hart durchregieren können. Und es gibt tolle Nachrichten zum ersten potenziellen Corona-Impfstoff. Der Börse hat das Flügel verliehen.

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Partystimmung an den Märkten

Die Amerikaner*innen haben gewählt und das Wahlergebnis kommt an der Börse richtig gut an. Der Demokrat Joe Biden löst Donald Trump als Präsident ab. Eigentlich stehen in seinem Wahlprogramm zwar ein paar Vorhaben, die der Börse nicht so gut schmecken – ein Fiskalpaket mit Steuererhöhungen beispielsweise und stärkere Regulierung für einige Branchen. Da aber der Kongress gespalten ist, können die Demokraten nicht durchregieren. Der republikanische Senat kann alles blockieren, was ihm zu links-radikal erscheint. Kompromisse müssen gefunden werden. Diese „Biden-Light“-Welt gefällt Börsianer*innen. Und als Anfang der Woche auch noch die Meldung von einem potenziellen Impfstoff gegen das Corona-Virus über die Ticker rauschte, gab es kein Halten mehr. Die Kurse schossen in die Höhe. Das geht natürlich nicht immer so weiter, es gibt auch schon erste Gewinnmitnahmen. Nach solch starken Kursanstiegen ist das aber normal.

Das Rennen um den Impfstoff

Im globalen Rennen um einen Corona-Impfstoff liegen die deutsche Biontech und der US-Konzern Pfizer vorne. Mit der Bekanntgabe erster positiver Ergebnisse aus ihrer großen Studie mit einem potenziellen Covid-19-Impfstoff zündeten sie ein Kursfeuerwerk an den Börsen. Doch es gibt noch einige andere börsennotierte Pharma- und Biotech-Unternehmen, die im Rennen sind, darunter bekannte und weniger bekannte Namen, wie Curevac, Moderna, Astra-Zeneca, Johnson & Johnson und Novavax. Auch ihre Kurse stiegen. Mit einem Impfstoff ist die Krise natürlich noch nicht ausgestanden. Aber mit der Nachricht verbunden ist die Hoffnung, dass die Weltwirtschaft sich weiter erholt, wenn das Virus zumindest eingedämmt werden kann. Und weil die Börse solche Entwicklungen vorwegnimmt, steigen die Kurse trotz Rekord-Infektionszahlen. Es waren vor allem die Verlierer der Krise, wie beispielsweise die Aktien von Airlines und Tourismuskonzernen, aber auch Konsum- und Energiewerte, die anzogen. Krisengewinner, wie die großen Tech-Konzerne, gaben leicht nach. Auch der Preis für Gold, der sichere Hafen in unruhigen Zeiten, brach ein. Der Ölpreis hingegen zog kräftig an. Wenn die Wirtschaft wieder stärker wächst, steigt schließlich der Ölverbrauch. Für Privatanleger*innen ist solch ein Favoritenwechsel nervenaufreibend. Wenn Du aber in Fonds und ETFs investierst, dann muss Du Dich darum nicht kümmern.

Die Gewinner unter Präsident Biden

Da es voraussichtlich nur „Biden-Light“ geben wird, haben Expert*innen bereits vier Branchen ausgemacht, die von der neuen US-Regierung unter Präsident Joe Biden und einem gespaltenen Kongress profitieren dürften: Technologie, Gesundheit und Finanzen sowie Grüne Energie. Die Gründe: Biden plant Investitionen von zwei Billionen Dollar in den Bereich erneuerbare Energien und den Klimaschutz. Tech-Konzerne sollten angesichts ihrer Machtfülle härter reguliert werden, das wird nun vermutlich nicht kommen. Ähnlich sieht es bei Pharma- und Gesundheitsaktien aus. Biden hatte mittelfristig Preisbeschränkungen für den Pharmasektor angekündigt. Doch auch diese wird es wohl nicht geben. Die unter Trump gelockerte Deregulierung der Finanzbranchen hingegen wird die Biden-Regierung wohl wieder etwas zurückdrehen, aber mit harten Regulierungsschritten rechnen Expert*innen auch hier nicht. Entsprechend waren die Aktien aus diesen vier Branchen in den vergangenen Tagen gefragt.

KW 45 Im Bann der US-Wahlen

Noch immer ist nicht entschieden, wer die US-Präsidentschaftswahlen gewonnen hat. Börsianer*innen mögen zwar bekanntlich keine Unsicherheit, doch sie feiern den Wahlausgang trotzdem seit Tagen. Und das hat Gründe.

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Wer regiert Amerika?

Die USA haben gewählt und es ist noch immer nicht klar, wer das Rennen um das Weiße Haus gemacht hat. Es sieht allerdings – Stand Freitagmorgen (MEZ) – nach Herausforderer Joe Biden aus. Diese Wahl ist ein echter Krimi,  Fortsetzung folgt vor Gericht. Denn Donald Trump will nicht akzeptieren, dass er verliert. Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Biden und Trump ist auch für Anleger*innen sehr spannend, geht es doch auch um die wirtschaftliche Zukunft der USA. Eigentlich heißt es, dass Börsianer keine Unsicherheit mögen. Trotzdem haben die Aktienmärkte in den vergangenen Tagen ein Kursfeuerwerk gezündet.

Das klingt erstmal verrückt. Allerdings ist die Lage nicht so ungeklärt, wie wir auf den ersten Blicken denken. Es sieht nämlich nach einem weiterhin gespaltenen Kongress aus und der dürfte größere Veränderungen verhindern. Heißt übersetzt: Ein möglicher Präsident Biden dürfte im Senat mit höheren Steuern und schärferer Regulierung scheitern. Beides Vorhaben, die an der Wall Street im Wahlkampf nicht so gut ankamen, die aber nun nur sehr abgeschwächt kommen dürften, wenn überhaupt.

Börsianer hoffen also auf eine Fortsetzung des wirtschaftspolitischen Status Quo in den USA. Aus ihrer Sicht ist das das ‚beste‘ Ergebnis und sorgt für Stabilität. Allerdings dürfte wohl auch das zwei Billionen Dollar schwere Konjunkturpaket, das Biden eigentlich rasch verabschieden wollte, deutlich kleiner ausfallen. Das wiederum ist keine so gute Nachricht. Aber wie so oft vertrauen Anleger scheinbar auf die Notenbanken. Ihre Hoffnung: Sie werden es schon richten und die Wirtschaft stützen.

Börsianer*innen feiern den Wahlausgang

Schon in den Tagen vor der Wahl kletterten die Börsenkurse, nach der Wahl zündeten Börsianer*innen eine Kursrakete. Vor allem die zuletzt gebeutelten Technologie-Aktien legten deutlich zu. Das hat zwei Gründe: Zum einen drohen ihnen bei einem gespaltenen Kongress mit knappen Mehrheiten im Senat weniger scharfe Regulierungsauflagen. Zum anderen profitieren sie, wenn das Konjunkturpaket weniger groß ausfällt und die wirtschaftliche Erholung in der Folge langsamer geht. Zinserhöhungen, die Gift für die Tech-Giganten sind, wären dann erstmal kein Thema mehr. Wie immer könnte es auch Verlierer geben. Infrastruktur-Titel und Bankaktien reagierten verschnupft auf den Wahlausgang. Joe Biden hatte große Infrastruktur-Investments geplant, die nun kleiner ausfallen werden. Banken leiden unter den gefallenen Renditen an den Rentenmärkten. Solange der Gewinner der Wahl aber nicht endgültig feststeht, sind das alles Spekulationen.

Fakt ist aber: Die USA sind und bleiben der größte Kapitalmarkt der Welt, noch immer sind sie größte Wirtschaftsmacht, auch wenn China aufholt. Amerikanische Aktien gehören deshalb in jedes Depot. Wenn Du einen ETF auf den MSCI World kaufst, bist Du damit übrigens zu mehr als 50 Prozent in den USA investiert. Und auch global anlegende Aktienfonds haben in der Regel einen hohen Anteil amerikanischer Aktien. Langfristig ist es übrigens egal, ob Demokraten oder Republikaner die USA regieren. Denn wie heißt es so schön: Politische Börsen haben kurze Beine. Übersetzt heißt das, dass Wahlen und politische Entscheidungen die Märkte nur kurzfristig beeinflussen. Mal sehen, ob das auch dieses Mal wieder so sein wird.

KW 44 Schlechte Nachrichten, gute Nachrichten

Die Stimmung an der Börse ist nicht gut, die Unsicherheit dafür umso größer. Entsprechend schlecht war die Börsenwoche. Im Dax kam vor allem SAP unter die Räder. Positive Nachrichten gab es zum Glück von den US-Technologieriesen.

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Schlechte Stimmung und jede Menge Unsicherheit

Das war keine Börsenwoche für schwache Nerven. Die Schwankungen ­– im Börsendeutsch Volatilität – waren hoch und die Wochenbilanz ist mehr als mau. Kein Wunder, bei Tagesverlusten von mehr als vier Prozent. Nicht nur den Dax hat es derart gebeutelt, auch an der Wall Street gab es dunkelrote Tage, ebenso wie in Asien. Gründe dafür gibt es mehrere – allen voran die extrem stark steigenden Corona-Infektionszahlen, neue Lockdowns und die damit verbundene Sorge um das Wirtschaftswachstum. Aber auch die US-Präsidentschaftswahl sorgt für viel Unsicherheit. Wer macht das Rennen? Und werden wir in der kommenden Woche überhaupt einen Sieger haben? Oder droht ein Gezerre um den Wahlsieg vor Gericht? Das Alles sorgt für einige Aufregung an den Märkten. Bevor nicht zumindest die US-Wahl klar entschieden ist, wird sich die Lage wohl nicht beruhigen.

Es sind also weiterhin sehr starke Nerven gefragt. Wenn Du aber wie ich langfristig investierst, dann kann Du solche Börsenphasen locker aussitzen. Schwache Wochen, heftigere Korrekturen, sogar Crash wie im März gehören einfach dazu. Wichtig ist aber die langfristige Entwicklung. Daher heißt es im Moment: Ruhe bewahren. Oder auch: Augen zu und durch! Es kommen wieder bessere, und vor allem ruhigere Zeiten.

Und falls Du den Kursrückgang für Nachkäufe nutzen möchtest: Heute ist der „Tag der Aktie“ und Du kannst die 30 Dax-Werte und ausgewählte Dax-ETFs bei vielen Brokern gebührenfrei ordern.

Technologieriesen überraschen mit extrem guten Zahlen

Krise? Welche Krise? Apple, Amazon, Facebook, Microsoft und die Google-Mutter Alphabet scheinen immun gegen das Corona-Virus zu sein. Sie wachsen sogar schneller, als Analysten ihnen zugetraut haben. Die großen Internetkonzerne profitieren noch immer vom Trend, eher Zuhause zu bleiben. Dass im dritten Quartal Ausgangssperren und Reiseeinschränkungen gelockert wurden, schadete ihnen nicht. Dass es mit der einen oder anderen Technologieaktie trotz starker Zahlen in dieser Woche abwärts ging, ist zum einen der insgesamt schlechten Stimmung an den Märkten geschuldet. Zum anderen sind die Big Five aus Sicht vieler Anleger auf dicke Gewinne programmiert. Dass die Erwartungen der Analysten übertroffen werden, ist quasi eingepreist. Verrückt, oder? Aber so funktioniert Börse manchmal. Und Gewinnmitnahmen machen bekanntlich niemanden arm. Das dürfte sich auch der eine oder andere Investor gedacht haben. Aber das sind Momentaufnahmen. Die Giganten scheinen weitgehend unverwundbar und sollten auch in den kommenden Monaten vom corona-beschleunigten Internetboom profitieren – ob nun beim Konsum, sozialen Beziehungen oder der Internetsuche.

SAP schockiert mit Gewinnwarnung

Ganz immun ist aber auch die IT-Branche nicht gegen die Krise. Das haben Aktionäre des deutschen Softwarekonzerns SAP Anfang der Woche schmerzvoll erfahren müssen. Gewinnwarnung! Die Nachricht war gewohnt nüchtern formuliert: Immer mehr Kunden würden ihre IT-Budgets aufgrund sinkender Erträge kürzen. An der Börse sorgte das für panikartige Verkäufe. 22 Prozent ging es mit der SAP-Aktie – immerhin wertvollster Dax-Konzern – abwärt. 30 Milliarden Euro Börsenwert wurden vernichtet. Einen solchen Absturz gab es im Dax noch nie. Zumal SAP mit einer Gewichtung von zehn Prozent auch größter Dax-Wert ist. Kein Wunder, dass es auch mit dem Index fast vier Prozent abwärts ging. Und nun? Erste Investoren sehen Kaufgelegenheiten, andere warnen zur Vorsicht. Wie immer gilt: Das Investment in Einzeltitel ist riskant. Wie riskant, dass hast Du spüren müssen, falls Du SAP im Depot hattest. Ein ETF auf den Dax oder aber ein aktiv gemanagter Fonds mit Schwerpunkt Deutschland hat besser abgeschnitten, weil das Risiko besser gestreut ist – nämlich über viele Einzeltitel.

KW 43 Zahlenflut an der Börse

Krisengewinner Netflix schwächelt, Airlines fliegen noch tiefer in die roten Zahlen, aber für Gold-Anleger*innen gibt es gute Nachrichten.

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Netflix enttäuscht mit Quartalszahlen

Die Quartalssaison in den USA läuft auch Hochtouren. Nächste Woche berichten endlich die großen Technologie-Konzerne wie Amazon und Apple. Bleiben sie die Gewinner der Corona-Krise? Experten erwarten ziemlich gute Zahlen. Enttäuschungen sind aber nie ausgeschlossen. Die erlebten diese Woche die Anleger*innen von Netflix: Das Unternehmen hat im dritten Quartal mit 2,2 Millionen neuen Abonnent*innen weniger Kund*innen gewonnen als erwartet. Analyst*innen hatten mit 3,4 Millionen neuen Kund*innen gerechnet. Immerhin stiegen Umsatz und Gewinn weiter. Doch die Börse schaute vor allem auf die Abonnent*innen und schickte die Aktie auf Talfahrt. Die große Frage: Bekommt Netflix die Konkurrenz der Hollywood-Studios wie Disney und WarnerMedia zu spüren? Der Markt für Streaming-Dienst ist umkämpft, das lässt sich auch an schwankenden Aktienkursen ablesen.

Airlines fliegen tief in die roten Zahlen

Kaum eine Branche hat die Corona-Krise so hart getroffen wie die Luftfahrt. Die Zahlen für das dritte Quartal sind entsprechend schlecht, extrem schlecht sogar. Die Lufthansa hat in den Monaten Juli bis September erneut einen Milliardenverlust eingeflogen. Mit einem Minus von 1,26 Milliarden Euro hat die Airline ihre Verluste gegenüber dem zweiten Quartal zwar verringert, die Lage bleibt aber sehr ernst, hieß es. Dramatische Geschäftseinbußen haben auch US-Fluggesellschaften tief in die roten Zahlen gebracht. Southwest Airlines verbuchte mit einem Minus von 1,2 Milliarden Dollar ihren bislang höchsten Quartalsverlust, der Umsatz brach um fast 70 Prozent ein. Noch heftiger fiel der Quartalsverlust mit minus 2,4 Milliarden Dollar bei American Airlines aus. Auch die British-Airways-Mutter IAG hat im dritten Quartal infolge der Reisebeschränkungen einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro verbucht. Mit einer deutlichen Verbesserung im vierten Quartal ist leider nicht zu rechnen. Bevor es keinen Impfstoff gegen das Corona-Virus gibt, wird sich die Branche kaum erholen. Anleger*innen sollten daher vorsichtig sein. Bei den Airlines auf die Erholung zu hoffen, ist aktuell eine verdammt riskante Wette.

Guten Nachrichten für Gold-Anleger*innen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat die Steuerpflicht für weitere Gold-Produkte gekippt. Künftig werden diverse physisch gedeckte Indexprodukte auf Gold von der Abgeltungsteuer befreit. Schon 2015 hatte der BFH entschieden, dass börsengehandelte Indexprodukte wie Xetra-Gold und Euwax-Gold II steuerlich wie physisches Edelmetall zu behandeln seien. Bei diesen Produkten können sich Anleger*innen das Gold auf Wunsch nach Hause oder zur Hausbank liefern lassen. Und Gewinne, die Anleger mit dem Kauf und Verkauf von Goldmünzen und Barren machen, sind nach einer Spekulationsfrist von zwölf Monaten steuerfrei. Sie unterliegen also anders als Wertpapiere nicht der Abgeltungsteuer. Im konkreten Fall ging es um das Produkt Gold Bullion Securities von Wisdom Tree. Expert*innen rechnen aber damit, dass weitere Produkte folgen. Nach der Gold-Rally der vergangenen Monate eine gute Nachricht für alle Anleger*innen, die über Gewinnmitnahmen nachdenken.

KW 42 Corona hat die Börse fest im Griff

Mit den stark steigenden Infektionszahlen wächst auch die Nervosität an der Börse. Droht ein neuer Lockdown? Wie hart würde das die Wirtschaft treffen? Und überhaupt, wie stehen die Unternehmen aktuell da?

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Jede Menge schlechte Nachrichten

Die Corona-Pandemie hat unser Leben weiter fest im Griff. Mit den stark steigenden Infektionszahlen wächst auch die Nervosität an der Börse. Die Angst vor einem weiteren Lockdown, der die Wirtschaft noch härter treffen dürfte als im Frühjahr, ist groß. Nicht die einzigen schlechten Nachrichten in dieser Woche: In den USA können sich die Politiker*innen nicht auf ein weiteres Konjunkturpaket einigen. Es wird wohl noch bis nach der US-Präsidentschaftswahl Anfang November auf sich warten lassen. Die Enttäuschung an der Börse ist groß. Und dann sind da noch die völlig festgefahrenen Verhandlungen über den Brexit. Viele Investor*innen sehen im Moment wohl mehr Risiken als Chancen an der Börse und steigen lieber aus. Vielleicht sind es auch Gewinnmitnahmen nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate. Es geht auf jeden Fall erstmal abwärts. Allein der Dax hat am Donnerstag 2,5 Prozent verloren, alle 30 Titel notierten im Minus. Auch an anderen Börsen gaben die Kurse deutlich nach. Ob das der Anfang einer größeren Korrektur ist, wird sich zeigen. Wenn Du aber langfristig investierst, kannst Du das locker aussitzen oder vielleicht sogar nachkaufen. Lass Dich aber bitte nicht verrückt machen von der Nervosität an der Börse, sondern bleib Deiner (langfristigen) Strategie treu.

Die wirtschaften Folgen der Corona-Pandemie

Auch wenn ein neuer Lockdown hoffentlich abgewendet werden kann, sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise deutlich sichtbar. In Deutschland sind sie wohl noch härter als im Frühjahr angenommen. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose nach unten korrigiert und rechnen nun für das Jahr 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 5,4 Prozent. Anfang April, also kurz nach Ausbruch der Krise hatten die Institute mit einem Rückgang von nur 4,2 Prozent gerechnet. Das Vorkrisenniveau werde voraussichtlich erst Ende 2021 erreicht, heißt es im Herbstgutachten weiter. Erst Ende 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein. Das größte Risiko für die Prognose bleibe der ungewisse Pandemie-Verlauf.

Etwas positiver fällt die jüngste Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus: Die Weltwirtschaft dürfte den Corona-Schock etwas besser verkraften als zunächst befürchtet. In diesem Jahr sei mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um rund 4,4 Prozent zu rechnen. Im weltweiten Schnitt fällt das Minus also geringer aus als hierzulande. Es gibt eben Länder, die besser und Länder, die schlechter durch die Krise kommen, manche Volkswirtschaften erholen sich schneller, andere langsamer. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir als Anleger*innen international investieren und nicht nur heimische Aktien im Depot haben.

Die Quartalssaison geht los

In den USA ist die Quartalssaison gestartet. Die Unternehmen berichten über das abgelaufene Quartal. Und wichtiger noch: Sie wagen hoffentlich auch wieder einen Blick in die Zukunft. Im Juli, bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal, hatte sich das kaum ein Vorstand noch zugetraut. Zu unsicher war die Lage. Ob es jetzt anders ist? Wir dürfen gespannt sein. Los geht die Quartalssaison immer mit den US-Banken. Ein kleiner Überblick: JP Morgan Chase, Citigroup und Goldman haben gute Zahlen vorgelegt, bei Bank of America und Wells Fargo lief es weniger gut. Die ersten drei sind stark im Investment-Banking und dort brummt das Geschäft – etwa mit Börsengängen und neuen Anleihen. Spannend wird es in den kommenden beiden Wochen, wenn auch die großen Technologiekonzerne ihre Bücher öffnen.

Jessica Schwarzer

Jessica Schwarzer

Journalistin, Moderatorin

Jessica Schwarzer ist Autorin für das finanz-heldinnen Magazin und eine der renommiertesten Finanzjournalistinnen Deutschlands. Ihre Leidenschaft für die Börse hat die gebürtige Düsseldorferin zum Beruf gemacht. Die langjährige Chefkorrespondentin und Börsenexpertin des Handelsblatts (2008 bis 2018) arbeitet heute selbstständig als Journalistin und Moderatorin. Sie hat mehrere Bücher über die Psychologie von Anlegern und Investmentstrategien geschrieben. Die deutsche Aktienkultur ist ihr eine Herzensangelegenheit, für die sie sich auch mit Vorträgen und Seminaren stark macht. Darüber hinaus schreibt sie eine wöchentliche Kolumne bei onvista.de, einem der meistbesuchten Finanzportale in Deutschland.