Mit 5 Tipps zur Anlagestrategie

Sicher hast Du schon einmal gehört, dass Du nicht ohne Strategie investieren solltest. Doch wie findest Du Deinen Weg? Wie sollte Deine Depotzusammenstellung aussehen? Mit ein paar kleinen Tipps kannst Du herausfinden, welche Anlagestrategie für Dich die passende ist – das wichtigste ist: Du musst Dich damit wohlfühlen!

Tipp 1: Bestimme Deine Ziele und Dein Budget

Zuallererst gilt es, Deinen Status quo zu bestimmen. Welche Ziele hast Du? Ist es die Altersvorsorge, hast Du wahrscheinlich noch einen längeren oder sogar sehr langen Anlagehorizont. Willst Du einfach langfristig Vermögen aufbauen? Dann auch. Möchtest Du einfach finanzielle Freiheit, die natürlich jede:r anders definiert, könnte der Anlagehorizont kürzer sein. Und dann geht es natürlich um Dein Budget. Möglich, dass eine mittlere oder größere Summe auf dem Tagesgeldkonto schlummert, die Du anlegen möchtest. Oder Du planst, künftig Monat für Monat 50, 100 oder 200 Euro anzulegen. Einmalanlage, Sparplan oder beides? Diese Fragen musst Du für Dich beantworten und dann entsprechende Entscheidungen treffen.

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Tipp 2: Definiere Deinen Risikotyp

Es gibt eher vorsichtige Sparer:innen und genauso waghalsige Zocker:innen und viele, viele Nuancen dazwischen. Was bist Du? Eher konservativ oder eher chancenorientiert? Das findest Du heraus, indem Du Dir Gedanken darüber machst, wie Du mit (zwischenzeitlichen) Verlusten umgehen kannst. Tests im Internet helfen Dir, Deinen Risikotyp bei der Geldanlage zu bestimmen. Wer bereit ist, mehr Risiko einzugehen, hat auch die Chance auf höhere Renditen. Aber Du musst eben auch zwischenzeitliche Schwankungen ertragen können.

Hier gibt es einen Test von uns. Klicke Dich doch direkt mal durch und prüfe, ob Du mit dem Ergebnis gerechnet hättest.

Tipp 3: Finde Deine Aktienquote

Dein Risikotyp ist entscheidend, um eine Strategie festzulegen und ein Depot zusammen zu stellen. Auch die konservativsten und risikoscheusten Anleger:innen können in Zeiten von Null- und Minuszinsen nicht auf Aktien verzichten. Bist Du eher ein:e ausgewogene:r Anleger:in, könntest Du dies durch eine ausgewogene Aktienquote darstellen. Bist Du chancenorientiert, kann die Aktienquote auch höher sein. Der Rest fließt in weniger schwankungsfreudigere Anleihen, vielleicht auch Immobilienfonds oder Gold. Vergiss aber bitte das „“ nicht! Alle ein oder zwei Jahre solltest Du überprüfen, ob die Gewichtung der Bausteine noch stimmt.

In Podcastfolge #53 haben wir mit Jessica Schwarzer über das Rebalancing gesprochen und wie sie es angeht. Hör mal rein!

Tipp 4: Entscheide Dich für Deine Anlageklassen

Nun gilt es, die einzelnen Bausteine zu definieren. Möchtest Du in die weltweiten Aktienmärkte und die der Schwellenländer investieren oder soll es etwas anderes sein? Vielleicht möchtest Du auch auf Nebenwerte, also die kleineren, aber oft wachstumsstärkeren Unternehmen setzen oder auf ausschüttungsstarke Dividendentitel. Viele Anleger:innen legen sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit. Mittlerweile gibt es so gut wie jede Anlageklasse mit dem ESG-Filter. Auch bei den Anleihen musst Du entscheiden, ob es beispielsweise eher solide Titel aus der Eurozone sein sollen oder etwas riskantere aus den Schwellenländern. Vielleicht setzt Du das Ganze mit der Core-Satellite-Strategie um: Eher grundsolide Basisinvestments bilden den Kern, eher etwas riskantere Anlagen sind die Satelliten.

Tipp 5: Streue Dein Risiko breit

Das oberste Gebot der Geldanlage ist die Risikostreuung, auch Diversifikation genannt. Wenn Du nur auf einige wenige Aktien oder Anleihen setzt, gehst Du ein recht hohes Risiko ein. Geht ein Unternehmen pleite oder gerät auch nur zwischenzeitlich in eine Krise, reißt das tiefe Krater ins Depot. Deshalb gilt es, das Geld auf viele Unternehmen, Branchen und Länder zu verteilen. Einzelne Nieten richten dann geringen Schaden an. Am einfachsten und auch günstigsten funktioniert die Diversifikation mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) und aktiv gemanagten Investmentfonds. Mit einem Investment setzt Du so auf dutzende oder sogar hunderte Einzeltitel.

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