Sparen mit Wertpapieren

Sparen mit Wertpapieren

Es müssen nicht immer hohe Einmalbeträge sein. Wertpapiere gibt es in Form von Sparplänen auch für kleines Geld.

Außen edelstes Leder in Schokoladenbraun, innen ein weich gefüttertes Bett für Smartphone und Sonnenbrille. Lässig über der Schulter getragen oder elegant am Unterarm perfektionieren die Louis-Vuitton-Handtaschenklassiker seit den 1930er-Jahren jedes Outfit. Aber die Preise der Stilikonen passen nicht zu jedem Portemonnaie – mindestens 1.000 Euro kosten sie im Online-Shop.

Das wäre doch ein schönes Sparziel. Noch besser: Du packst die Sparrate nicht einfach auf ein Konto, sondern beteiligst Dich mit einem Wertpapiersparplan am Unternehmen und profitierst davon, dass Tausende Frauen auf der Welt Deinen Modegeschmack teilen. Im Fall der Handtaschen hätte sich das in der Vergangenheit gelohnt, denn der Aktienkurs des LVMH-Konzerns, zu dem neben Louis Vuitton auch noch andere Luxusmarken wie Kenzo oder Givenchy gehören, hat in den vergangenen fünf Jahren etwa 150 Prozent zugelegt*.

Schritt für Schritt ans Ziel

Wertpapiersparpläne ermöglichen es Dir, Dich schon mit relativ kleinen Summen an aussichtsreichen Unternehmen zu beteiligen. Und zwar unabhängig davon, wie hoch der Aktienkurs ist. Die LVMH-Aktie notiert zurzeit bei ca. 290 Euro**. Per Sparplan kannst Du – je nach Anbieter – schon ab 25 Euro pro Monat einsteigen und musst die Papiere nicht „am Stück“ kaufen. Außerdem sparst Du auch noch bei den Depotgebühren, die in der Regel deutlich günstiger sind als bei normalen Wertpapierkäufen.

Das Angebot ist riesig. Egal, ob Aktien, Investmentfonds oder kostengünstige ETFs – für nahezu jede Risikoneigung lässt sich das passende Wertpapier finden – oder Du schließt einfach mehrere Sparpläne ab, um Dir verschiedene Anlageklassen auszusuchen. So kann man beispielsweise eine höhere Summe in einen Index-ETF wie den Dax investieren und eine kleinere Summe in sein Lieblingsunternehmen.

Schwankungen nutzen

Investierst Du eine größere Summe einmalig, dann kann Dich ein Marktcrash empfindlich treffen. Sparst Du aber regelmäßig kleinere Summen, dann kaufst Du auch automatisch bei Kursrückgängen billiger ein – vorübergehende Kursrückschläge spielen Dir also in die Karten. Drehen die Märkte dann wieder nach oben, profitierst Du von den im Durchschnitt günstigen Einkaufpreisen während der Schwächephasen.

Es müssen nicht immer Aktien sein

Wertpapiersparpläne bedeuten nicht automatisch, dass Du Dein Geld komplett in Aktien oder Aktienfonds investieren musst. Infrage kommen auch Mischfonds, die neben Aktien in defensivere Wertpapiere wie Anleihen investieren. So kannst Du das Risiko gut steuern.

Achte beim Vertragsabschluss auf eine eher lange Laufzeit. Der Vorteil bei einem Mischfonds: Du kannst im Zeitverlauf von einer anfangs hohen Aktienquote zum Ende der Laufzeit hin in risikoärmere Rentenfonds umschichten. Durch diese Vorgehensweise verhinderst Du, dass Dich am Ende der Laufzeit ein Kursrückgang erwischen kann. Wenn dies passiert, drohen ähnliche Einbußen, wie bei der Einmalanlage. Und dann fehlt die Zeit, dieses Tief auszusitzen. Daher schützt Dich das Umschichten vor Verlusten.

Viele Anbieter erlauben es übrigens, auch mal eine höhere Summe zwischendurch einzuzahlen, falls beispielsweise vom Urlaubs- oder Weihnachtsgeld etwas übrig bleibt.

Sparen mit staatlicher Unterstützung

Wusstest Du, dass Du Arbeitgeber oder Fiskus an Deinem Sparvorhaben beteiligen kannst? Neben den klassischen Bausparverträgen sind nämlich auch Fondssparpläne VL-fähig. Vermögenswirksame Leistungen sind zusätzliches Geld vom Chef. Je nach Regelung im Arbeits- oder Tarifvertrag gibt es bis zu 40 Euro pro Monat on top. Niedrige Einkommen werden darüber hinaus mit der staatlichen Arbeitnehmersparzulage aufgestockt. Liegt Dein zu versteuerndes Jahreseinkommen bei unter 20.000 Euro, gibt der Fiskus 20 Prozent der Sparsumme dazu, maximal jedoch 80 Euro pro Jahr. Ausgewählte Sparpläne können sogar für die Riester-Rente genutzt werden, so fällt das Sparen noch ein wenig leichter.

Also: Es lohnt sich durchaus, beim Shoppen darauf zu achten, welche Unternehmen hinter den Marken stecken. So kannst auch Du – schon mit kleinen Summen – in interessante Wertpapiere investieren und am Konsum der anderen verdienen.

*Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die zukünftige Wertentwicklung
**Stand: Juli 2018

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