Spartipps für Deinen nächsten Umzug

Spartipps für Deinen nächsten Umzug

Neuer Job, die große Liebe oder einfach ein Tapetenwechsel – so vielfältig die Gründe für den nächsten Umzug auch sind, das Budget ist meist begrenzt. Da lohnt es sich, auch bei den kleinsten Ausgaben zu sparen.

Ein Umzug steht an. Im Idealfall hast Du dafür ein paar Wochen Vorbereitungszeit, um die Wände zu streichen, das ein oder andere neue Möbelstück auszusuchen und nach dem günstigsten Umzugsunternehmen zu recherchieren. Und Dein finanzieller Puffer ist groß genug, die anfallenden Ausgaben zu decken. In der Realität muss es dann meistens doch ganz schnell gehen, weil die Traumwohnung kurzfristig frei wird oder der Job in der neuen Stadt schon nächsten Monat beginnt. Treffen größere Projekte und wenig Zeit aufeinander, steigt das Risiko, sich zu verzetteln.

Am Ende bleibt viel zu wenig Zeit übrig oder die Kosten fallen doch um einiges höher aus als erwartet. Mit diesen Tipps verschaffst Du Dir einen Überblick und kannst versteckte Kosten einplanen oder sogar ganz leicht umgehen.

Umzugs- und Renovierungskosten

Der Mietvertrag ist unterschrieben und die Planung kann beginnen. Gerade bei älteren Wohnungen entschließen sich Vermieter häufig für eine Grundrenovierung oder Sanierung, bevor neue Mieter einziehen. Weiße Wände sind Dir zu clean? Dann sprich vorab mit Deinem neuen Vermieter, ob die Wände direkt in Deiner Wunschfarbe gestrichen werden können. So sparen beide Parteien Arbeit und Kosten. Kümmert sich der Vermieter nicht um notwendige Renovierungen, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert, einen Mietnachlass einzufordern.

Bücher, Geschirr, Kleidung – für den Transport muss alles in Umzugskartons verpackt werden. Wie viele Kartons nötig sind, wird häufig unterschätzt. Kartonrechner im Internet geben Dir eine grobe Richtung vor. Ein Zwei-Zimmer-Single-Haushalt benötigt ungefähr 40 Kartons. Rechnet man mit einem Preis von zwei bis drei Euro pro Transportbox, kommt man schnell auf einen dreistelligen Betrag. Günstige Angebote für gebrauchte Kartons findest Du auch im Internet oder unter den Kleinanzeigen in der Lokalzeitung. Nutze außerdem den Stauraum von Koffern und Reisetaschen.

Möbel und Einrichtung

Auch wenn Du die Grundeinrichtung schon mitbringst, kommt meist doch noch die ein oder andere Anschaffung hinzu. Die neue Wohnung ist anders geschnitten und die alten Möbel finden nicht mehr so richtig Platz. Dazu gehören beispielsweise neue Rollos oder Gardinen für neue Fenstergrößen, Regale mit neuer Höhe, weil die Decke doch niedriger ist als in der alten Wohnung oder sogar ein ganz anderes Ecksofa, weil die Längen nicht mehr passen.

Je nach Lebenslage investiert man in diesem Fall oft zwischen 3.000 und 10.000 Euro in neue Möbel, ohne die Kosten vorher bewusst eingeplant zu haben. Prüfe vorab die Maße. So kannst Du schon vor dem Umzug altes Interieur online verkaufen und gleichzeitig nach neuen Schnäppchen stöbern.

Günstige Anbieter finden

Spätestens wenn Du dem Stromanbieter die neue Adresse mitteilt, fällt Dir ein, dass Du doch schon lange den Anbieter wechseln wolltest. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, günstigere Strom- und Telefonanbieter zu finden oder einen attraktiveren Tarif auszuhandeln. Durchschnittlich liegen die monatlichen Strompreise bei 35 bis 80 Euro für einen Single- bzw. Vier-Personen-Haushalt. Auch Kosten für GEZ und Hausratversicherungen können anfallen und sollten eingeplant werden.

Kaution und Mietkosten

Mit zwei bis drei Monatsmieten ist die Kaution ein großer und wesentlicher Kostenfaktor beim Umzug. Kannst Du die Summe nicht auf einmal aufbringen, steht Dir laut Mietrecht die Möglichkeit frei, sie in bis zu drei Raten an den Vermieter zu zahlen – unabhängig davon, was im Mietvertrag geregelt ist. Je nach Kreditkonditionen kann es sich auch lohnen, einen kurzfristigen Bankkredit aufzunehmen.

Mach Dir außerdem einen Plan über alle Mietkosten, um den Überblick zu behalten. Wie hoch ist die aktuelle Kaltmiete, welche Nebenkosten kommen auf Dich zu und welche Kosten sind dort nicht enthalten?

Umzugskosten von der Steuer absetzen

Wer beruflich umzieht, kann sich einen großen Teil der Kosten wieder zurückholen. Als sogenannte Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden können beispielsweise:

  • Aufwendungen zur Beförderung des Umzugsguts
  • Maklergebühren für Mietimmobilien
  • bis zu sechs Monate doppelte Mietzahlungen, wenn für die bisherige und neue Wohnung gleichzeitig bezahlt wird
  • sonstige Umzugsauslagen, wie Ummeldungsgebühren, Anschlusskosten etc.


Auch ohne Beträge und Kostennachweise kann eine Umzugskostenpauschale genutzt werden. Diese liegt aktuell bei 764 Euro für Ledige und bei 1.528 Euro für Verheiratete. Für jede weitere im Haushalt lebende Person kommen 337 Euro hinzu.

Doch auch bei privat veranlassten Umzügen können 20 Prozent des Zahlungsbetrags über haushaltsnahe Dienstleistungen (maximal 4.000 Euro) oder Handwerkerleistungen (maximal 1.200 Euro) geltend gemacht werden. Hier ist besonders wichtig, einen Nachweis über die getätigte Zahlung zu erbringen – eine Rechnung allein reicht als Beleg nicht aus.

Ummeldung – Wohnsitz und Kfz

Wer in eine neue Wohnung zieht, sollte auf keinen Fall die Ummeldung und die anfallenden Kosten vergessen. Dabei werden bei der Ummeldung des Wohnsitzes nie mehr als 10 Euro fällig und in einigen Gemeinden ist diese sogar kostenlos. Wer sich Zeit lässt und den Behörden seinen neuen Wohnsitz nicht innerhalb von zwei Wochen mitteilt, muss mit einem Ordnungsgeld von bis zu 500 Euro rechnen.

Gleiches gilt übrigens auch bei der Ummeldung von Kraftfahrzeugen. Die Kosten für die Kfz-Ummeldung können von Bundesland zu Bundesland variieren, liegen dabei aber bei durchschnittlich 12 bis 30 Euro. Das Nummernschild darfst Du behalten.

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