Frau mit Unterlagen, Notizen und Laptop auf Couch liegend.

Weiterbildung neben dem Beruf – wie Du das für Dich passende Angebot findest

Wenn die Ausbildung schon eine Weile her ist, Du in Deinem Job angekommen bist und die Lernkurve abflacht, entsteht oft der Wunsch nach Weiterentwicklung. Nicht immer ist es mit einem Seminar innerhalb des bestehenden Jobs getan. Gerade, wenn der Blick weiter als bis zum eigenen fachlichen Horizont gehen soll, bietet sich ein Studium an. Dafür muss nicht gleich der Job aufgegeben werden, denn das Angebot von berufsbegleitenden Studiengängen ist groß. finanz-heldin Berith studiert selbst neben dem Beruf und hat Erfahrungswerte zusammengetragen, die Dir bei Deiner Entscheidung helfen können.

Karriere, Neustart oder Horizont erweitern

Zunächst solltest Du Dir über Dein Ziel klar werden und recherchieren, welche Qualifikation Du dafür benötigst. Bist Du beispielsweise hauptberuflich vor allem mit Analysen beschäftigt, Dein Herz schlägt aber auch für das Darstellen von Informationen, könnte eine Weiterentwicklung in Richtung Grafikdesign eine Option sein, um beides miteinander zu verknüpfen. Gleichzeitig kannst Du damit ein neues Berufsfeld für Dich erschließen. Auch für einen Sprung auf der Karriereleiter nach oben oder eine Verbesserung Deines Gehalts könnte eine Zusatzqualifikation hilfreich sein.

Auch wenn Du Deinen aktuellen Job hinter Dir lassen und etwas ganz anderes machen möchtest, hilft die Frage danach, was Du benötigst, um den angestrebten Beruf auszuüben. Bei einem Neustart lässt Du bisher Gelerntes und Deinen aktuellen Job hinter Dir und beginnst quasi bei null. Das muss aber nicht bedeuten, dass Du gar keine Expertise einbringen kannst. Ganz im Gegenteil! Gerade bei einer beruflichen Neuorientierung ist es besonders wichtig, die eigenen Neigungen, Stärken und Möglichkeiten zu kennen und zu nutzen. Willst Du beispielsweise Dein Hobby zum Beruf machen, ist es wichtig, sich mit den Anforderungen an eine professionelle Ausübung auseinanderzusetzen und diese auch erfüllen zu können.

Wähle ein Angebot, das zu Dir, Deiner Zeit und Deinem Budget passt

Du hast Dein Ziel und das Thema definiert und schlägst Dich nun durch den Dschungel der Angebotsvielfalt. Mit folgenden Überlegungen kannst Du die Auswahl für Dich eingrenzen:

Gerade bei einem nebenberuflichen Studium ist es wichtig, die dafür verfügbare Zeit richtig einzuschätzen. Du solltest neben Deiner Arbeit über ausreichend Freizeit verfügen, sonst werden sowohl Dein Job als auch das Studium leiden. Plane auf jeden Fall ausreichend Zeit zum Lernen und für die Bearbeitung von Aufgaben ein. Je nach Studiengang sind Vorlesungen oder andere Präsenzveranstaltungen vorgesehen. Es gibt aber auch Studiengänge mit freier Zeiteinteilung ohne verpflichtende Anwesenheiten. Lediglich das Ende der Studienzeit ist festgelegt. In solchen Fällen können die Inhalte in der eigenen Lerngeschwindigkeit bearbeitet werden. Aber Achtung: Hier ist eiserne Disziplin gefragt! Wer gern Dinge vor sich herschiebt, ist mit einem bereits strukturierten Lehrplan besser beraten. Sonst drohen möglicherweise Kosten für Verlängerungen des Studiums, wenn es nicht in der vorgesehenen Zeit absolviert wurde.

Studiengänge und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für fast jedes Budget. Hier ist die Frage, welches Studium Du Dir leisten kannst und willst. Hast Du schon ein Diplom oder einen Master und möchtest Dich in Deinem aktuellen Beruf fortbilden, muss es vielleicht nicht unbedingt der nächste Masterstudiengang für mehrere tausend Euro sein. Hier kannst Du prüfen, ob es auch aufbauende Maßnahmen gibt, mit denen Du Dein Ziel ggf. günstiger und in kürzerer Zeit erreichen kannst. Verspricht das Studienangebot hingegen sehr viel für einen sehr kleinen Preis, solltest Du auf jeden Fall prüfen, wie anerkannt der Abschluss ist. Recherchiere Erfahrungsberichte von aktuell Studierenden und Alumni oder, ob es Personen gibt, die nach dem Studium in einem damit verbundenen Job arbeiten. Das können Hinweise darauf sein, dass das Studium zur Weiterentwicklung im Job beigetragen hat.

Je nach Thema und Abschluss gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei der Entscheidung für oder gegen ein Angebot, kommt wieder Dein Ziel ins Spiel. Soll das Studium zu Deiner Karriere beitragen und nicht nur für den Blick über den eigenen Tellerrand sorgen, empfiehlt sich ein offiziell anerkannter Abschluss.

Wenn Dein Vorhaben auch einen Vorteil für Deinen aktuellen Job und das Dich beschäftigende Unternehmen bedeutet, kannst Du Deinen Plan auch mit Deinem oder Deiner Vorgesetzten besprechen. Oft gibt es sogar ein Budget dafür, das Dich auch finanziell unterstützen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was willst Du mit dem Studium erreichen: Identifiziere Dein Ziel und die dafür nötige Fortbildungsmaßnahme
  • Sei ehrlich zu Dir selbst: Wähle das für Dich passende Angebot Zeitaufwand und Budget
  • Prüfe Preis und Leistung: Stehen Studiengang, Abschluss und Studiendauer im richtigen Verhältnis zu den Kosten und Deinem Ziel?
  • Qualität der Maßnahme: Master oder Teilnahmebescheinigung – Welchen Abschluss benötigst Du für Dein Ziel?

Über finanz-heldin Berith

Berith ist studierte Diplom-Kauffrau (FH) und Expertin für Marketing und Media-Kommunikation. Nach vielen Jahren in der der Mediaplanung war der Wunsch nach Weiterentwicklung groß. Sich zurückerinnernd, was früher schon Spaß machte und sie auch im Bereich der Kommunikation weiterbringen kann, brachte sie zu einem Journalismus Studium. Sie entschied sich für ein privates Studium, das auf ihrer bereits bestehenden Ausbildung aufsetzte und ihr das journalistische Handwerkszeug vermittelte. Ursprünglich als persönliche Weiterbildung gedacht, kann sie das neu Erlernte in ihrer aktuellen Position bei den finanz-heldinnen einbringen.

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