Weiterbildung – weil man nie auslernt

Weiterbildungen können Dich persönlich weiterbringen und Deine Karriere vorantreiben. Wir zeigen Dir, welche Fortbildungsmöglichkeiten es gibt und wie Du das passende Angebot für Dich findest.

In Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und rasantem technischen Fortschritt sind die beruflichen Anforderungen nicht nur vielfältiger als noch vor wenigen Jahren, sie ändern sich auch deutlich schneller. Entsprechend zügiger müssen Arbeitnehmer*innen ihre Qualifikationen anpassen, um ihre Aufgaben optimal zu beherrschen. Lebenslanges Lernen gilt heute mehr denn je. Nicht immer braucht es dafür ein zeit- und kostenintensives Hochschulstudium. Oft genügen zielgerichtete Weiterbildungsangebote wie Wochenend-Workshops oder Webinare.

Welches Lern-Ziel verfolgst Du?

Die Angebote sind vielfältig. Daher solltest Du Dir noch vor der ersten Google-Suche ein klares Ziel definieren: Was möchtest Du beruflich erreichen und welche Kompetenzen fehlen Dir ganz konkret? Möchtest Du Dich bei Deinem jetzigen Arbeitgeber weiterentwickeln, eine Führungsposition anpeilen oder ein höheres Gehalt aushandeln? Oder planst Du, den Job zu wechseln, eventuell sogar in eine ganz andere Branche umzusteigen? Je besser Du Dein Ziel kennst, desto eher wird es Dir gelingen, aus dem Weiterbildungs-Dschungel das passende Angebot ausfindig zu machen. Wir haben für Dich die wichtigsten Weiterbildungsmöglichkeiten vom Vollzeitstudium bis zum Feierabend-Podcast unter die Lupe genommen:

Für Akademiker*innen

Ein akkreditierter Hochschulabschluss scheint in vielen Fällen das Mittel der Wahl zu sein. Die Ausbildung ist umfassend, sie ist ein gutes Argument für eine Beförderung samt Gehaltserhöhung und sie macht sich gut im Lebenslauf, falls Du Dich nach einem neuen Arbeitgeber umschauen möchtest. Viele Hochschulen bieten berufsbegleitende Studiengänge an. Vorlesungen und Seminare finden in der Regel an Wochenenden oder in mehrwöchigen Blockveranstaltungen statt. Ein berufsbegleitendes Bachelor- oder Master-Studium ist langwierig und kostet Energie. Zwei bis drei Jahre solltest Du etwa dafür einplanen. In der Regel wird empfohlen, die Arbeitszeit während des Studiums zu reduzieren, um genügend Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Lernstoffs zu haben. Bei dieser Form der Weiterbildung sind Durchhaltevermögen und eine große Portion Eigenmotivation gefordert.

Möchtest Du Dich voll und ganz auf die Weiterbildung konzentrieren, kannst Du versuchen, mit Deinem Arbeitgeber eine berufliche Auszeit zu vereinbaren und Dir so Raum für ein Vollzeitstudium schaffen. Das bietet sich vor allem für klassische und umfangreiche Studiengänge wie Medizin oder Jura an.

Legst Du Wert darauf, in Deinem eigenen Tempo und örtlich unabhängig zu studieren, könnte ein Fernstudium zu Dir passen. Bei der Wahl des Studienangebots solltest Du jedoch genau hinschauen. Fernstudium ist nämlich keine geschützte Bezeichnung. Je nach Anbieter werden etwa Astrologie-Lehrgänge ebenso als Fernstudium beworben wie anerkannte akademische Studiengänge. Achte darauf, dass der Fernstudiengang akkreditiert und die Hochschule staatlich anerkannt ist.

Manchmal muss es aber gar nicht ein komplettes Studium sein, weil ein Teil der Inhalte für Dein Ziel unwichtig ist oder bereits in einer früheren Ausbildung abgehandelt worden sind. Dann könnte ein Zertifikatskurs das Richtige für Dich sein. Diese Alternative ist noch relativ neu, wird aber von immer mehr Hochschulen angeboten. Wissenschaftliche Zertifikatskurse vermitteln akademisches Wissen über speziell ausgewählte Themen.

Für Handwerker*innen

Die Weiterbildungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) sind vor allem in handwerklichen und technischen Berufen sehr gefragt. Das Angebot reicht vom Buchführungskurs bis zum Lehrgang für Fachkräfte im 3D-Druck. Möchtest Du Dich innerhalb Deines Berufs fortbilden, erkundige Dich am Besten bei Deinem zuständigen Berufsverband nach passenden Angeboten.

Für Umsteiger*innen

Mitunter macht sich der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung als diffuses Gefühl der Unzufriedenheit bemerkbar, ohne dass Du weißt, was genau Du eigentlich verändern möchtest und wie Du es anpacken sollst. In diesem Fall könnte Dir ein Coaching helfen. Ein Coach ist eine Person, die Dir bei der Persönlichkeitsbildung zur Seite steht und Dich u.a. bei Deiner beruflichen Selbstfindung unterstützt, in dem sie Stärken und Schwächen herausarbeitet und Dir so hilft, den passenden Beruf für Dich zu finden. Um als Quereinsteiger*in Fuß zu fassen und zu testen, ob sich Deine Vorstellungen bewahrheiten, kannst Du Dich um einen Praktikumsplatz oder eine Hospitanz in Deinem Wunschunternehmen bemühen.

Für Autodidakt*innen

Selbst ist die Frau gilt auch bei der Weiterbildung. Nicht immer ist ein Zertifikat das Ziel einer Weiterbildung, sondern einfach Dein Interesse an verschiedenen Themen. Der Digitalisierung sei Dank, ist Wissen heute beinahe barrierefrei und überwiegend kostenlos zugänglich. Viele Hochschulen weltweit, darunter auch internationale Elite-Schmieden wie die Harvard University oder die legendäre University of Oxford, stellen ihre Kurse in sogenannten Moocs (Massive open Online Courses) frei verfügbar ins Netz. Einschreiben kannst Du Dich beispielsweise auf Plattformen wie Future Learn. Günstige deutschsprachige Online-Kurse findest Du etwa bei Udemy. Von der Software-Programmierung bis zur Haustierpflege gibt es für jedes Interessengebiet ein Angebot. Ein Mooc kann bei einem Zeitaufwand von zwei bis vier Wochenstunden, in der Regel innerhalb von sechs Wochen absolviert werden, wobei Du das Tempo vollkommen frei bestimmen kannst.

Wem der Aufwand noch zu groß ist, kann sich auch mit Podcasts zu den verschiedensten Themen neues Wissen aneignen. Das geht ganz einfach zwischendurch auf dem Weg ins Büro oder abends im Bett vor dem Einschlafen. Streaming-Plattformen wie Spotify, Deezer oder iTunes haben inzwischen vielfältig bestückte Podcast-Bereiche.



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