Handel mit Wertpapieren

Wie funktioniert der Handel mit Wertpapieren?

Du weißt inzwischen, warum Wertpapiere ein Must-Have für Deine Geldanlage sind, und kennst die wichtigsten Arten von der Aktie bis zum Zertifikat. Aber wo gibt es die Papiere zu kaufen?

Wertpapiere werden an der Börse gehandelt. Sie ist im Grunde nichts anderes als ein Marktplatz, auf dem Käufer und Verkäufer zueinanderfinden. Weltweit gibt es viele Börsen. Die wichtigste und bekannteste in Deutschland ist die Deutsche Börse in Frankfurt am Main.

Für Dich als Anlegerin funktionieren Kauf und Verkauf von Wertpapieren genauso einfach wie Onlineshopping bei Amazon, Zalando und Co. Abgesehen davon, dass Du Deine Aktien nicht direkt an der Börse kaufen kannst. Handeln kann dort nämlich nur, wer eine entsprechende Zulassung hat. Du benötigst daher einen persönlichen Shoppingagenten, einen sogenannten Broker, der in Deinem Auftrag und auf Deine Rechnung für Dich einkauft. Das kann beispielsweise die Bank sein, bei der Du auch Dein Girokonto führst. Bei diesem Broker legst Du ein Wertpapierdepot an, quasi einen virtuellen Einkaufskorb. Sämtliche Transaktionen werden dort verbucht und dokumentiert. Physisch ausgeliefert werden Wertpapiere in der Regel nicht.

Wer bestimmt eigentlich den Preis?

Börsenkurse, also die Preise, zu denen Wertpapiere gehandelt werden, bestimmen sich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Ist die Nachfrage höher als das Angebot, dann steigen die Kurse und umgekehrt. Etwas anschaulicher wird es beim Vergleich mit dem Wohnungsmarkt: In Ballungszentren mit wenig Wohnraum, aber einer hohen Nachfrage steigen die Mietpreise. In ländlichen Gegenden hingegen sinken die Mietpreise oft, weil es viele Mietwohnungen gibt, aber kaum Nachfrage.

Anleger nehmen beim Handel also immer eine von zwei Seiten ein: Die „Geld“-Seite, wenn sie Geld haben und dafür Wertpapiere kaufen möchten, oder die „Brief“-Seite, wenn sie Wertpapiere besitzen und verkaufen möchten. Beide nennen ihrem Broker ihre Preislimits, zu denen sie ein Wertpapier höchstens kaufen beziehungsweise mindestens verkaufen möchten. Sie orientieren sich dabei am aktuellen Kurs. Diese Order kannst Du in der Regel direkt im Online-Depot eingeben oder telefonisch aufgeben. Wichtig: Es gibt verschiedene Orderarten, die Du kennen solltest. An der Börse werden alle Aufträge für ein Wertpapier in einem Orderbuch notiert. Sobald sich zwei zueinanderpassende Positionen finden, werden Kauf und Verkauf ausgeführt.

Warum kann es zu Schwankungen kommen?

Zurück zum Wohnungsbeispiel: Während es je nach Region häufig bei einem Szenario bleibt, also entweder bei steigenden oder bei sinkenden Mietpreisen, wechseln diese Szenarien an der Börse häufig. Dadurch können sich Aktienkurse mitunter im Minutentakt ändern.

Der Grund für diese Schwankungen ist eine permanent wechselnde Nachrichtenlage. Gute Nachrichten führen zu gesteigertem Kaufinteresse. Gleichzeitig sind die Besitzer dieser Papiere (noch) nicht bereit zu verkaufen. Schlechte Nachrichten schüren schnell die Angst vor Verlusten und können sogar Panikverkäufe auslösen. Da die potenziellen Käufer ebenso die aktuelle Nachrichtenlage kennen, wollen die wenigsten kaufen. Das Angebot übersteigt die Nachfrage und die Kurse fallen.

Wie sollte man auf Schwankungen reagieren?

Nicht jede schlechte Nachricht führt dazu, dass ein Kurs nachhaltig sinkt. Tatsächlich wirken sich die meisten Negativmeldungen nur kurzfristig aus und die Kurse erholen sich im Zeitverlauf. Wichtig: Ein realer Verlust entsteht erst dann, wenn Wertpapiere zu einem niedrigeren Kurs verkauft werden als der, zu dem sie ursprünglich erworben wurden. Besser also Ruhe bewahren und abwarten.

Traust Du Dir selbst und Deiner Intuition noch nicht über den Weg? Dann hast Die die Möglichkeit, in Deinem Depot Stop-Loss-Orders zu hinterlegen, die sicherstellen, dass Du nicht zu früh aus dem Markt aussteigst. Auf der anderen Seite sorgen Stop-Buy-Orders dafür, dass Du keinen Aufwärtstrend verpasst.

Wer regelmäßig gleichbleibende Beträge in einen Wertpapiersparplan investiert, kann von vorübergehenden Schwankungen sogar profitieren. Dann werden bei höheren Kursen automatisch weniger und bei niedrigeren Kursen mehr Anteile erworben. Der durchschnittliche Einstiegspreis verringert sich dadurch.

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